Erstellt am 05. November 2014, 06:56

Leo Schirnhofer: Forschung und Entwicklung spielen große Rolle. Leo Schirnhofer, Leiter von Polytechnik in Weissenbach/Triesting, im Gespräch mit Gerti Süss.

Merkt, wie sich Sanktionen auf Geschäfte mit Russland auswirken: Polytechnik-Chef Leo Schirnhofer.  |  NOEN, Foto: zVg

Die Polytechnik GmbH wurde 1966 mit zwei Mitarbeitern gegründet und hat heute rund 240 Beschäftigte. Woher kommt dieses enorme Wachstum?
Schirnhofer: Es hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein Weltmarkt für Biomasse entwickelt.

Wer sind Ihre Kunden?
Kommunen, Fernwärmeanlagen, die Holzindustrie – im Prinzip alle, die viel Energie brauchen und auf umweltfreundliche Energie setzen.

Welche Rolle spielen Forschung und Entwicklung für Sie?
Eine große Rolle. Wir haben eine eigene Forschungsabteilung und arbeiten mit der Uni Graz, der Uni München und der Forschungsförderungsgesellschaft zusammen.

Was sind im Moment die größten Herausforderungen?
Wir exportieren auch nach Russland und daher bekommen wir die Sanktionen der EU zu spüren, denn der Rubel ist dadurch noch weiter geschwächt worden. Viele dieser Sanktionen waren unüberlegt, man hätte zunächst mehr auf Diplomatie setzen sollen.


  • Ausbildung:  Hauptschule, Ausbildung im elterlichen Weinbaubetrieb und Gasthaus.

  • Karriere: Schirnhofer (70) begann in den 70er-Jahren im Geschäftsfeld Luft- und Filtertechnik sowie mit Sägespänekessel-Technik Fuß zu fassen. Seit 1982 leitet er die Firma Polytechnik als alleiniger Geschäftsführer.

  • Unternehmen: Die Firma Polytechnik erzeugt Biomassefeuerungsanlagen, die für Heizungswärme, Prozesswärme sowie für die Stromerzeugung eingesetzt werden. Der Hauptsitz ist in Weissenbach an der Triesting, wo etwa 90 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zudem gibt es drei Werke in Ungarn und Rumänien sowie Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Insgesamt arbeiten 240 Menschen für Polytechnik, 2013 betrug der Umsatz 52 Millionen Euro.