Erstellt am 23. Dezember 2014, 06:13

von Gerti Süss

Martin Schulz. Martin Schulz, Geschäftsführer von Air Liquide Austria in Schwechat, im Gespräch mit Gerti Süss.

Setzt auf Wachstum durch Forschung und Entwicklung: Air Liquide-Chef Martin Schulz.  |  NOEN, zVg

Wo kommen die von Air Liquide in Schwechat produzierten Gase in der Praxis zum Einsatz?
Schulz: Das beginnt beim Schweißen und Schneiden in der Metallindustrie, geht über das Schockfrieren von Lebensmitteln und bis zur Kohlensäure in Getränken. Im medizinischen Bereich beliefern wir Spitäler sowie auch den Patienten zu Hause. In allen Fällen betreuen wir unsere Kunden auch anwendungstechnisch.

Wie wichtig ist Forschung und Entwicklung in Ihrem Betrieb?
Als Weltmarktführer ist Innovation ein Schwerpunkt der Air Liquide-Strategie. 2013 wurde im Durchschnitt pro Arbeitstag ein Patent durch uns angemeldet. Das erlaubt uns, neue Märkte zu erschließen und das Wachstum zu fördern.

Heuer hat sich Air Liquide Österreich von 29 Mitarbeitern getrennt. Was waren die Gründe?
Anpassungen und Effizienzprojekte können notwendig sein, wenn sich das Marktumfeld ändert. Wir haben mehrere Maßnahmen gesetzt, um uns für die Zukunft zu rüsten – die Veränderung der Mitarbeiterstruktur war nur ein Aspekt.


Ausbildung: Elektrotechnik-Studium an der Technischen Universität Aachen.

Karriere: Schulz (47) arbeitete 20 Jahre bei Siemens in diversen Management-Positionen. 2013 bis Juni 2014 war er Geschäftsführer der Air Liquide Electronics in Deutschland. Seit Juli 2014 leitet er die Air Liquide Austria GmbH.

Unternehmen: Air Liquide produziert und vertreibt technische und medizinische Gase sowie zugehörige Technologien, Anwendungen und Serviceleistungen. Der Österreich-Hauptsitz ist in Schwechat, wo 250 Menschen beschäftigt sind. Weltweit arbeiten 50.000 Menschen für die Air Liquide-Gruppe. In Österreich erzielte das Unternehmen im Vorjahr 90 Millionen Euro Umsatz.