Erstellt am 03. September 2014, 00:02

von Gerti Süss

Mitarbeiter fördern, aber auch fordern. Roman Eberstaller, Geschäftsführer von Sunpor in St. Pölten-Radlberg, im Gespräch mit Gerti Süss.

Leitet eine Firma, deren tägliche Erzeugnisse 1.200 Häuser dämmen können: Roman Eberstaller.  |  NOEN, Stadlmann

Wo kommen die von Sunpor in Radlberg erzeugten Produkte in der Praxis zum Einsatz?
Eberstaller: Etwa 80 Prozent unserer Produkte finden in der Dämmstoffindustrie Verwendung. Mit dem von uns pro Tag produzierten Rohstoff können etwa 1.200 Einfamilienhäuser gedämmt werden. Eine weitere Verwendung sind Verpackungsteile für Elektrogeräte. Besonders interessant ist der Einsatz von unserem Material in Fahrradsturzhelmen, da es hier weltweit nur zwei Hersteller gibt.

Welche Stärken hat der Standort St. Pölten-Radlberg?
Eberstaller: Radlberg wurde aus mehreren Gründen für den Bau unseres neuen Werkes gewählt. Ein Hauptargument war die ideale logistische Anbindung an das Schienennetz. Dadurch ist es möglich, unseren Rohstoff in Ganzzügen aus dem Raum Antwerpen direkt bis in unser Firmenareal zu befördern.

Was ist Ihnen bei der Mitarbeiterführung wichtig?
Eberstaller: Wir haben ein Führungsmodell entwickelt, das einerseits jedem Mitarbeiter die Chance gibt, seine Ideen einzubringen, und auf der anderen Seite die Führungskräfte verpflichtet zu informieren, Ziele zu setzen, Mitarbeiter zu fördern, aber auch zu fordern.


Ausbildung: Studium der technischen Chemie, TU Wien.

Karriere: Eberstaller (45) stieg im Bereich Forschung und Entwicklung bei Sunpor ein. In den folgenden Jahren leitete er die Abteilungen Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Produktmanagement. Mitte 2013 folgte er Geschäftsführer Franz Schmitzberger nach.

Unternehmen: Sunpor ist führender Hersteller von EPS-Rohstoffen, besser bekannt als Styropor. Sunpor ist Teil einer norwegischen Konzern-Holding. An den beiden Standorten in St. Pölten arbeiten 175 Mitarbeiter, 2013 erzielte Sunpor rund 300 Millionen Euro Umsatz.