Erstellt am 11. November 2014, 06:02

von Gerti Süss

„Berger, der persönliche Drucker“. Peter Berger, Co-Geschäftsführer der Druckerei Berger in Horn, im Gespräch mit Gerti Süss.

Hat das »Druckerblut in den Adern«: Peter Berger aus Horn.  |  NOEN, zVg

Wer sind Ihre wichtigsten Kunden?
Berger: Wir drucken das Autotouring-Magazin des ÖAMTC, Broschüren für AMS und WIFI, Schulbücher, Reisekataloge – eigentlich alles, bis auf Zeitungen.

Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?
„Berger, der persönliche Drucker.“ Das soll heißen, dass wir uns persönlich um unsere Kunden kümmern. Uns ist kein Druckauftrag zu groß oder zu klein. Als zu hundert Prozent familiengeführtes Unternehmen sind wir auch so etwas wie der letzte Mohikaner der Branche.

Sie leiten das Unternehmen in der fünften Generation. Welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich?
Wir sind der größte private Arbeitgeber in Horn und mit dieser Verantwortung muss man umgehen können. Aber insgesamt überwiegen die Vorteile. Für mich war immer klar, dass ich in unseren Betrieb einsteige. Vielleicht fließt wirklich Druckerblut in meinen Adern.

Wie wollen Sie dem technischen Wandel in der Druckbranche standhalten?
Wir bemühen uns, unsere Hausaufgaben zu machen. Mein Cousin versucht, technisch am Ball zu bleiben. Meine Aufgabe ist es, neue Trends am Markt aufzuspüren.


Ausbildung: HTL-Matura mit Spezialisierung auf Grafikdruck und Management-Ausbildung am Herstein-Institut.

Karriere: Berger (41) stieg im Jahr 1997 in den Familienbetrieb ein. Seit etwa sechs Jahren ist er Geschäftsführer und leitet das Unternehmen mit seinem Cousin Ferdinand Berger.

Unternehmen: Die Druckerei Berger ist die viertgrößte Druckerei Österreichs und vor allem im Zeitschriften- und Broschürendruck tätig. Der Hauptsitz ist in Horn, zudem gibt es Verkaufsniederlassungen in Wien, Graz, Linz und Innsbruck. Der Betrieb hat 260 Mitarbeiter, im Jahr 2013 wurden rund 55 Millionen Euro Umsatz erzielt.