Erstellt am 24. September 2014, 07:04

von Gerti Süss

Herbert Klenk: "Man wächst mit den Projekten". Herbert Klenk, Geschäftsführer von Klenk & Meder in St. Pölten, im Gespräch mit Gerti Süss.

Führt in der zweiten Generation einen Familienbetrieb mit 780 Mitarbeitern: Herbert Klenk.  |  NOEN, Klenk&Meder

Klenk&Meder wurde 1968 als Zwei-Mann-Betrieb gegründet und hat heute 780 Mitarbeiter. Woher rührt dieses Wachstum?
Klenk: Man wächst einfach mit den Projekten. Ein Meilenstein waren sicher die Aufträge für das Landhaus und den Kulturbezirk. Wir profitieren aber auch von der Nähe zu Wien – 70 Prozent unseres Umsatzes machen wird dort.

Trotz der Größe wird das Unternehmen noch als Familienbetrieb geführt. Welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich?
Für mich gibt es keine Nachteile. Die Entscheidungswege sind kürzer und die Kommunikation läuft besser. Die Firma ist wie eine große Familie, ich kenne mehr als die Hälfte der Mitarbeiter beim Namen.

Das Unternehmen hat seit der Gründung über 1.000 Lehrlinge ausgebildet. Ist es heute schwieriger, gute Lehrlinge zu finden?
Definitiv. Früher hatten wir bis zu hundert Bewerbungen auf 30 Lehrplätze pro Jahr, heute ist es schwierig, überhaupt alle Plätze aufzufüllen. Alle wollen in höhere Schulen. Dabei bietet die Lehre so viele Chancen. Viele unserer ehemaligen Lehrlinge sind heute Abteilungsleiter.


Ausbildung: Elektrotechnik-Lehre und -Meisterprüfung.

Karriere: Klenk (40) stieg bereits 1990 in den Familienbetrieb ein, absolvierte dort seine Lehrausbildung und war in mehreren Abteilungen tätig. 2003 übernahm er von seinem Vater die Geschäftsführung von Klenk&Meder sowie der Tochterfirma Maroscheck.

Unternehmen: Klenk&Meder ist spezialisiert auf Elektrotechnik, die Tochterfirma Maroscheck auf Haustechnik. Der Hauptsitz ist in St. Pölten, weitere Standorte gibt es Krems, Purgstall, Wr. Neudorf und Innsbruck. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 780 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betrug der Gesamtumsatz 88 Millionen Euro.