Erstellt am 10. September 2014, 00:02

von Gerti Süss

"Legen Wert auf Loyalität und Fairness". Andreas Schrefl, Co-Geschäftsführer von Egger in St. Pölten-Radlberg, im Gespräch mit Gerti Süss.

»Die Preise für den Rohstoff Holz steigen in Österreich zu stark«, meint Egger-Chef Andreas Schrefl.  |  NOEN, zVg

Wo kommen die von Egger in Radlberg erzeugten Holzprodukte in der Praxis zum Einsatz?
Schrefl: Wir produzieren Spanplatten in Dicken von acht bis 40 Millimetern und beschichten sie verschiedenen Dekoren und mit Strukturen. Mit diesen Ganzplatten oder auch individuellen Zuschnitten beliefern wir Märkte von Nordost- bis Südeuropa und Fernost bis Japan. Und die finden sich dann vor allem im Möbelbau wieder.

Egger wurde vor zwei Jahren zum „Great Place to Work“ gekürt. Was ist Ihnen bei der Mitarbeiterführung wichtig?
Wir legen großen Wert auf Loyalität und Fairness unseren Mitarbeitern gegenüber. Durch Maßnahmen wie sportliche Aktivitäten oder gemeinschaftliche Ausflüge schaffen wir eine hohe Mitarbeiteridentifikation mit dem Unternehmen.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie derzeit zu kämpfen?
Mit den Preissteigerungen beim Rohstoff Holz. Wir bilden nach wie vor das Schlusslicht im Vergleich zu unseren Standorten in Mittel- und Westeuropa. Das verschafft uns einen massiven Nachteil, denn die Herstellkosten sind stark vom Holzpreis getrieben.“
 


Ausbildung: HTL St. Pölten, Nachrichtentechnik/Elektronik.

Karriere: Schrefl (41) arbeitet seit 2001 bei Egger. 2005 wurde er Abteilungsleiter der Instandhaltung, seit 2014 ist er Mitglied der Landesleitung Österreich und Co-Geschäftsführer der Egger Holzwerkstoffe.

Unternehmen: Egger beschäftigt sich mit der Herstellung von Holzwerkstoffen jeglicher Art. Der Hauptsitz ist in St. Johann in Tirol, zudem gibt es zwei weitere Werke in Österreich und mehrere Standorte im Ausland. Insgesamt arbeiten 7.200 Menschen für die Egger-Gruppe, 360 davon am Standort in Unterradl berg bei St. Pölten. Der Österreich-Umsatz 2013 betrug 430 Millionen Euro.