Erstellt am 15. Dezember 2014, 10:19

von Gerti Süss

NÖ WIRTSCHAFTS-KAPITÄNE IM PORTRÄT. Michael Frank, Chef der De’Longhi-Kenwood GmbH in Wr. Neudorf

Fürchtet um die Arbeitsplätze im stationären Handel: De'Longhi-Kenwood-Chef Michael Frank.  |  NOEN, zVg

Was begeistert Sie an Ihrem Job am meisten?
Frank: Trotz der Tatsache, Mitarbeiter eines Konzerns zu sein, agieren zu können wie ein selbstständiger Unternehmer sowie der Umgang mit Menschen.

Was sind derzeit die wichtigsten Trends bei den Küchengeräten?
Seit Jahren gibt es einen Boom bei Kaffee- und Espressomaschinen, Küchenmaschinen und Haushaltskleingeräten, die sich durch ihr Design nicht mehr „verstecken‘‘ müssen.

Viele Menschen greifen lieber auf Fertiggerichte zurück oder essen auswärts. Wie wollen Sie diesem Trend entgegenwirken?
Diesen Trend verspüren wir gar nicht, ganz im Gegenteil hilft uns die Tatsache, dass Kochen im Trend liegt, die Fernsehsender mit Kochshows aller Art protzen und es „in“ ist, seine Gäste zu Hause mit selbst gekochten Menüs zu verwöhnen.

Was sind die größten Herausforderungen, mit denen Sie im Moment zu kämpfen haben?
Wir müssen den stationären Handel gegenüber dem Onlinehandel konkurrenzfähig halten, denn die Geschäfte garantieren Hunderttausende Arbeitsplätze und somit den Wohlstand der Bevölkerung unseres Landes. Die Politik sollte sich meiner Meinung nach diesem Thema viel mehr widmen, denn vieles läuft momentan in die falsche Richtung.


Ausbildung & Karriere: Nach seinem Schulabschluss 1977 übernahm Frank (54) die Knopffabrik Edelweiß und startete damit eine 25-jährige Unternehmerlaufbahn in verschiedensten Bereichen. 2003 baute er die De’Longhi Niederlassung in Österreich auf. Nach der Fusionierung mit Kenwood wurde er 2007 Geschäftsführer der De’Longhi-Kenwood GmbH.

Unternehmen: Die Firma mit Österreich-Hauptsitz in Wiener Neudorf vertreibt und vermarktet Elektrokleingeräte der Marken De’Longhi, Kenwood und Braun. Weltweit arbeiten rund 5.900 Menschen für De’Longhi-Kenwood, davon 32 in Österreich. Der Österreich-Umsatz betrug 45 Millionen Euro.