Erstellt am 29. April 2014, 13:30

von Gerti Süss

„Passion, People und Profit“. Erich Erber, Eigentümer der Erber-Gruppe in Herzogenburg, im Gespräch mit NÖN-Redakteurin Gerti Süss.

Mag die Internationalität in seinem Unternehmen: Erich Erber, Eigentümer der Erber Gruppe. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Ausbildung: Franciso Josephinum Wieselburg, Exportkaufmann-Lehrgang an der Hochschule für Welthandel, Marketing-MBA in Singapur.

Karriere: Erber (61) begann seine Laufbahn bei einer Chemiefirma in Wien, wo er für den Verkauf von Zusatzstoffen in der Tierernährung zuständig war. 1983 gründete er die Firma Biomin, die bis heute ein Teilbereich des Erber-Konzerns ist.

Unternehmen: Die Erber Gruppe ist ein Spezialist für Futtermittel-Zusätze und umfasst 57 Unternehmen, die in 37 Ländern angesiedelt sind. Der Hauptsitz ist in Herzogenburg. Weltweit beschäftigt die Erber Gruppe 1.500 Mitarbeiter, 600 in Österreich. Der Gesamtumsatz 2013 betrug 250 Millionen Euro, aus Österreich stammen davon 40 Millionen Euro.


Wie lautet denn Ihre Unternehmensphilosophie?

Erber: Ich zitiere gern den Wissenschafter Charles Handy: Am wichtigsten sind Passion, People und Profit. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Und was ist Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis?

Begeisterungsfähigkeit, Durchhaltevermögen und Nachhaltigkeit. Als Bauernbub weiß man: Man muss etwas anbauen, dann muss man es pflegen und erst dann kann man ernten. So ist es auch in der Wirtschaft.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten?

Etwas erschaffen zu können. Aber auch die Internationalität in meiner Branche. Mir war das Pielachtal, wo ich herkomme, immer zu klein, ich wollte immer auch hinaus in die Welt. An unserem Hauptsitz arbeiten jetzt Menschen aus 30 Nationen – das ist toll.

Was ist Ihnen bei der Mitarbeiterführung wichtig?

Erber: Gemeinsame Ziele und eine Fehler verzeihende Kultur. Fehler passieren, viel wichtiger ist es, Lösungen zu finden. -gs-

Die NÖN holt jede Woche Führungspersönlichkeiten von großen niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang.