Erstellt am 25. November 2014, 06:12

von Gerti Süss

Schneller als die Stärkeren, stärker als die Schnelleren. Michael Beier, Geschäftsführer von Profibaustoffe in Ernstbrunn, im Gespräch mit Gerti Süss.

Zunächst in der IT- und dann in der Baubranche: Michael Beier, Chef von Profibaustoffe.  |  NOEN, zVg

Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?
Beier: Mit innovativen Bauprodukten zum Wohnkomfort unserer Kunden beizutragen. Und als Unternehmen im Verdrängungswettbewerb: Schneller als die Stärkeren und stärker als die Schnelleren zu sein.

Wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Auftragslage?
Das kommt auf die Region an: In Österreich, Tschechien und der Slowakei ist sie zufriedenstellend. In Ungarn könnte sie besser sein.

Welche Vor- und Nachteile hat der Standort Ernstbrunn?
Vorteile sind die Nähe zu Wien und zum Steinbruch, sehr engagierte Mitarbeiter aus der Umgebung, sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und verständnisvolle Nachbarn. Die Nachteile beziehen sich auf ganz Österreich: nämlich die hohen Belastungen durch Lohnnebenkosten und Steuern.

Was sind die größten Herausforderungen, mit denen Sie im Moment zu kämpfen haben?
Der wachsende Verdrängungswettbewerb und die steigende Bürokratie durch die Flut von EU-Verordnungen.


Ausbildung: Promotion in Rechtswissenschaften an der Uni Wien, MBA-Studium in Fontainebleau (Frankreich)

Karriere: Beier (53) arbeitete zunächst bei der IT-Firma NCR, beim Tankanlagenhersteller Scheidt & Bachmann sowie bei einer Software-Firma im Silicon Valley. Seit 2004 ist er Geschäftsführer der Profibaustoffe Austria Gruppe.

Unternehmen: Profibaustoffe produziert und vertreibt Baumaterialien und betreibt ein Kalkwerk am Hauptsitz in Ernstbrunn. Zwei weitere Standorte gibt es in Brünn (Tschechien) und Dabas (Ungarn). Insgesamt beschäftigt Profibaustoffe 130 Menschen, davon 80 in Österreich. Der Umsatz 2013 betrug rund 36 Millionen Euro.