Erstellt am 30. Juli 2014, 06:31

von Gerti Süss

"Synergien mit anderen Regionen suchen". Robert Angel, Geschäftsführer der SMC Pneumatik in Korneuburg, im Gespräch mit Gerti Süss.

SMC-Chef Robert Angel.  |  NOEN, zVg

Wo kommen die von SMC in Korneuburg produzierten Komponenten in der Praxis zum Einsatz?

Angel: Wir realisieren Projekte für Automatisierungstechnik, Industrieprozesstechnik oder Maschinenbau sowie für unsere Fokus-Industrien Automotive, Electronics, Food & Packaging oder Life Science. Neben 11.000 bestehenden Produktgruppen entwickeln wir auch neue Komponenten, die ein optimales Zusammenspiel von Pneumatik, Robotik, Hydraulik und Elektronik ermöglichen.

Spüren Sie am Standort Korneuburg einen Fachkräftemangel?

Angel: Etwa 20 Prozent unserer Mitarbeiter sind Facharbeiter, ein Großteil davon ist langjährig bei uns tätig. Durch ein attraktives Arbeitsumfeld haben wir kaum Fluktuation. Auch Zusatzbedarf können wir aus der Region abdecken.

Sie sind auch Weinviertel-Sprecher in der Industriellenvereinigung NÖ. Was braucht dieser Standort am dringendsten?

Angel: Die Fertigstellung der Autobahnverbindung nach Brünn ist ein zentrales Thema. Zudem würde ich die Suche nach Industrie-Synergien mit anderen Regionen begrüßen.


Ausbildung: HTL „TGM“ in Wien, BWL-Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Karriere: Angel (49) startete seine Karriere als Trainee bei Siemens und wechselte 1994 von dort zu SMC Pneumatik. Seit 1999 ist er Geschäftsführer von SMC-Österreich sowie verantwortlich für acht Standorte in Zentral- und Osteuropa (CEE) und ein Vertriebsgebiet von 14 Ländern.

Unternehmen: SMC Pneumatik ist weltweiter Marktführer für Antriebs- und Steuerungstechnik von pneumatischen und elektrischen Systemen. SMC hat weltweit über 16.000 Mitarbeiter. Der Österreichsitz ist in Korneuburg, wo 180 Mitarbeiter beschäftigt sind. Der Österreich-Umsatz betrug 2013 rund 70 Millionen Euro.