Erstellt am 11. März 2014, 09:00

von Gerti Süss

„Vom Abfall zum wertvollen Rohstoff“. Paul Losbichler, Geschäftsführer von Schaufler Metalle in Ybbs, im Gespräch mit NÖN-Redakteurin Gerti Süss.

Hat mit strengen Verordnungen zu kämpfen: Paul Losbichler von der Firma Schaufler Metalle. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Ausbildung: Studium der Werkstoffwissenschaften mit abschließender Promotion an der Montanuni Leoben, dazwischen einjähriger Forschungsaufenthalt in den USA.

Karriere: Losbichler (48) startete seine Karriere bei Electrovac in Klosterneuburg und wechselte 2004 zu Schaufler Metalle, wo er 2008 die Geschäftsführung übernahm.

Unternehmen: Das 1948 gegründete Unternehmen ist im Stahl- und Metallrecycling, im Abfallmanagement sowie in der Industriedemontage und -montage tätig und beschäftigt an drei Standorten 125 Mitarbeiter, davon 105 am Hauptsitz in Ybbs. 2013 betrug der Umsatz rund 146 Millionen Euro.


Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie?
Losbichler: Vom Abfall zum wertvollen Rohstoff – kompetent, schnell und zuverlässig.

Welche Vor- und Nachteile hat der Standort Ybbs?
Unser Firmenareal hat 120.000 m2. Wir sind bestens an Schiene und Straße angebunden und haben einen eigenen Donauhafen. Nachteilig ist, dass wir von Ballungszen tren relativ weit entfernt sind, deswegen ist es schwer, an unsere Lieferanten zu kommen.

„Strenger werdende Verordnungen machen uns zu schaffen“

Wer sind denn Ihre Lieferanten und Kunden?
Wir beziehen die Stoffe von Unternehmen, Privaten und Gemeinden. Unsere Kunden sind Stahlwerke, Aluminium- und Kupferschmelzwerke im In- und Ausland.

Mit welchen Herausforderungen haben wir zu kämpfen?
Wir sind sehr abhängig von der Industrie. Derzeit gibt es in Europa nur wenige Stahlwerke, die positiv wirtschaften. Zusätzlich machen uns die immer strenger werdenden Verordnungen zu schaffen. Das führt zu einer regelrechten De-Industrialisierung in Europa. Bei so vielen Vorschriften ist es schwierig, die Industrie aufzubauen und zu halten. -gs-

Die NÖN holt jede Woche Führungspersönlichkeiten von großen niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang.