Erstellt am 31. März 2014, 23:59

„Werte und persönliche Beziehungen stehen an oberster Stelle". Carl Lievens, Managing Director von Daikin in Brunn am Gebirge, im Gespräch mit NÖN-Redakteurin Gerti Süss.

Steuert von Brunn aus die Geschäfte in 15 Ländern in Zen-tral- und Osteuropa: Carl Lievens.  |  NOEN, zVg

Ausbildung: Studium an der Universität Antwerpen, Abschluss als Wirtschaftsingenieur, zusätzlich MBA an der Universität Antwerpen.

Karriere: Lievens (40) startete 1999 bei Daikin Europe in Belgien und wechselte 2000 zu Daikin Central Europe nach Brunn, wo er 2013 zum Managing Director aufgestiegen ist.

Unternehmen: Daikin ist weltweit die Nummer eins bei Klimatisierungssystemen. Das aus Japan stammende Unternehmen beschäftigt weltweit über 51.000 Mitarbeiter und erzielte 2013 12,1 Milliarden Euro Umsatz. Daikin Central Europe beschäftigt 180 Mitarbeiter, davon 80 in Brunn, und erzielte 2013 125 Millionen Euro Umsatz.


Von Brunn/Gebirge aus betreuen Sie 15 Länder in Zentral- und Osteuropa. Warum hat der japanische Konzern gerade Brunn als Sitz für Zentraleuropa gewählt?
Lievens: Österreich und speziell der Campus 21 in Brunn zeichnen sich durch die zentrale Lage im Herzen Europas aus. Die gute Erreichbarkeit von Wien und die Nähe zu allen Hauptstädten der 15 Länder der CEE-Region sind einzigartig. Die maximale Reisezeit in alle Hauptstädte liegt bei nur vier Stunden.

„Herausforderung ist, die richtigen Prioritäten zu setzen"

Daikin wurde kürzlich zum „Great place to work“ gekürt. Was zeichnet Ihr Unternehmen denn als guten Arbeitgeber aus?
Lievens: In unserer Unternehmensphilosophie stehen Werte wie ‚Absolute Glaubwürdigkeit‘ und ‚Harmonische persönliche Beziehungen‘ an oberster Stelle. Und genau diese Werte werden durch unser Team tagtäglich gelebt und unter Beweis gestellt!

Mit welchen Herausforderungen haben Sie derzeit zu kämpfen?
Lievens: Mit einem Luxusproblem: Die Organisation hat eine Stärke entwickelt, wo tagtäglich gute Ideen eingebracht werden, die eigentlich sofort umgesetzt werden sollten. Die größte Herausforderung ist es hier, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Die NÖN holt jede Woche Führungspersönlichkeiten von großen niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang.