Erstellt am 11. Dezember 2014, 04:03

von Gerti Süss

Wolfgang Pöschl: Firmen-Standort ohne Nachteile. Wolfgang Pöschl, Chef von Messer Austria in Gumpoldskirchen, im Gespräch mit Gerti Süss.

Sehr zufrieden mit dem Standort Gumpoldskirchen: Messer Austria-Chef Wolfgang Pöschl.  |  NOEN, Bernhard Gröger

Wo kommen Ihre Industriegase in der Praxis zum Einsatz?
Pöschl: Typische Anwender-Branchen sind die Stahlindustrie, Umwelttechnik, Lebensmittel und Getränke, Metallurgie sowie Medizin und Pharmazie. Industriegase können Produktionsprozesse sicherer und wirtschaftlicher machen und die Produktivität verbessern.

Welche Vor- und Nachteile hat der Standort Gumpoldskirchen?
Gumpoldskirchen ist nicht nur ein schöner Weinort, sondern schon seit der k.u.k. Zeit ein ausgezeichneter Industriestandort. Die hervorragende Verkehrsanbindung bringt wesentliche Vorteile bei der Auslieferung. Weitere positive Aspekte liefern die interessanten Energiekosten sowie das gute Verhältnis zu den lokalen Behörden. Ich kann für unseren Standort eigentlich keine Nachteile feststellen.

Was sind die größten Herausforderungen, mit denen Sie im Moment zu kämpfen haben?
Eine große Herausforderung sehe ich durch den Abschwung der österreichischen Wirtschaft. Weitere Hindernisse sind die erdrückende Bürokratie und die mangelnde Entscheidungsfreudigkeit der Politik.


Ausbildung: Pöschl (63) ist diplomierter Wirtschaftsingenieur und studierte an der Technischen Hochschule Darmstadt.

Karriere: Pöschl trat 1981 in die Messer Gruppe ein und hatte bis dato Geschäftsführerfunktionen in Deutschland, Frankreich, Estland, Österreich, der Schweiz und Brasilien.

Unternehmen: Die Messer Austria GmbH ist ein Industriegashersteller mit sieben Standorten und 74 Gasecentern in Österreich. Der Österreich-Hauptsitz befindet sich in Gumpoldskirchen. Weltweit arbeiten rund 5.400 Menschen für die Messer Gruppe, davon 160 in Österreich. Der Jahresumsatz der Messer Austria GmbH zuletzt: 49,6 Millionen Euro.