Erstellt am 23. September 2015, 14:01

Ein besonderer Ort...Ruhe bitte!. Eine Woche Auszeit und Stille für 1 Person im Wert von 749 Euro im Kloster Pernegg gewinnen!

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Sie steht auf der Liste der aussterbenden Arten, die Sehnsucht nach ihr ist groß: die Stille! Sie ist ein Grundbedürfnis der Menschen und der Ort, wo Neues entsteht. 
 

Wer kann sich bitte schön Stille leisten?

Der normale Mensch braucht die Stille, weil das Leben antagonistisch aufgebaut ist. Anspannung und Entspannung, Tempo und Innehalten, Licht und Schatten. Niemand mag in einem der Extreme verweilen. Es braucht das sanfte Pendeln zwischen den Polen. Doch es findet in der Ökonomie nicht mehr statt. Hier herrscht dauernde Höchstgeschwindigkeit, das Innehalten ergibt sich oft nur noch aus dem Zusammenbruch und der Stille auf der Intensivstation und in der Insolvenz.
 
„Aus Mangel an Ruhe läuft unsere Zivilisation in eine nette Barbarei aus“, notierte der Philosoph Friedrich Nietzsche, und die Barbarei nimmt Gestalt an: Tiere wie Wale oder Singvögel werden immer lauter, weil sie den zunehmenden menschlichen Lärm übertönen müssen. Jeder vierte Jugendliche leidet an Hörschäden, jedes vierte Kind an Entwicklungsstörungen und jeder zweite Erwachsene an Stresssymptomen. Rund 80 Prozent aller Arztbesuche sind auf Stress zurückzuführen.
 
Bluthochdruck, Tinnitus, Herzinfarkt. Der Körper findet sein Ventil. Die Ursache ist meist dieselbe: Tempo, Lärm, Stress. „Stress“ gilt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts, induziert durch Lärm und Luftverschmutzung. Lärm ist einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Stille: Gedenktage und Gedenkorte

Jede Sekunde prasseln auf den menschlichen Körper zehn Milliarden Datenimpulse ein. Das Auge ist mit greller Internetwerbung und blinkenden Neonlichtern konfrontiert. Die Haut muss mit Menschendichte in der U-Bahn und bei Popkonzerten zurande kommen. Doch Stille, selbst in ihrem eigentlichen akustischen Sinn, wird zu einem Zustand jenseits der Erfahrungswelt des modernen Menschen. Sie verblasst, wird also selbst ganz still, indem sie sich im allgemeinen Lärm auflöst. Dafür werden ihr Gedenktage und Wallfahrtsorte gewidmet. Vor zehn Jahren wurde noch ein internationaler Tag der Stille abgehalten. Es gibt einige Orte der Stille. Ein Raum der Stille befindet sich etwa direkt im Brandenburger Tor in Berlin.

Die akzeptierte Form, in Ruhe gelassen zu werden

„Die Entdeckung der Stille“ findet man im Kloster Pernegg im Waldviertel, Niederösterreich, und 1.600 Menschen pro Jahr folgen dieser Einladung. Das weltlich geführte Kloster ist Österreichs größtes und bekanntestes Fastenzentrum. Michael Walter, Inhaber von „Der Walter Berufskleidung“, war schon öfter dort. „Einfach herrlich“, freut sich der Unternehmer, „ich zehre ein halbes Jahr davon. Und es bleibt immer etwas für den Alltag hängen. Ich habe von Jänner bis Juni insgesamt nur zehn Kaffee getrunken.“ Christine Hesky, Inhaberin des Olina-Küchenstudios in Wien, war ebenfalls dort: „Ich habe unglaublich viele Impulse für mein Leben mitbekommen. Ich mache jetzt jeden Tag Yoga und bin viel in der Natur. 

In der Stille ist die Zukunft wahrnehmbar

Moderne Managementtheorien beschwören die Stille. Claus Otto Scharmer hat mit seiner „Theorie U“ ein vielbeachtetes Werk zur persönlichen und unternehmerischen Veränderung vorgelegt, in dem er die Stille als Zentrum der Erneuerung präsentiert. Scharmer verweist auf japanische Maler: „Sie ­sitzen eine ganze Woche lang auf einem Sims mit Laternen und schauen nur. Dann plötzlich sagen sie ‚oh!‘ und malen dann sehr schnell.“ So ist es für Scharmer auch unerlässlich, sich mit dem inneren Ort der Stille zu verbinden, weil nur dort „die im Entstehen begriffene Zukunft wahrnehmbar ist“.

<strong>www.klosterpernegg.at</strong>
<strong>info@klosterpernegg.at&nbsp;</strong>
Tel.: 0 29 13/ 614
 

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