Erstellt am 04. Mai 2016, 05:34

von Michael Schwab

Überzeugende Kandidaten in Waidhofen. Andy Marek und seine Jury schickten vier Kandidaten aus dem Bezirk Waidhofen weiter in die nächste Runde - das Bezirksfinale ist am 25. Mai.

Andy Marek mit den erfolgreichen Kandidaten: Michelle Pany, Klaudia Kruszova, Michelle Pilnacek und Michael Bachmann.  |  NOEN, Michael Schwab

„Das Bezirksfinale wird eine sehr junge Show“, verkündete Andy Marek, der Chefjuror von „NÖN sucht das größte Talent“ nach dem Casting am 27. April in der Raiffeisenbank Waidhofen.

Denn der Großteil der Kandidaten war unter 18 Jahre alt. Die Jüngste war die 13-jährige Michelle Pilnacek aus Reith. Die Schülerin der NMS Raabs hatte im Pflegeheim erste Gesangserfahrungen gesammelt, und trat mit „Count On Me“ von Bruno Mars und „Halleluja“ von Leonard Cohen vor die Jury. Ihre anfängliche Schüchternheit konnte Andy Marek der Kandidatin durch die Begleitung an der Gitarre nehmen. „Du versprichst mir ab heute, nur noch laut zu reden. Du kannst aus deiner Stimme etwas machen“, gab Marek ihr mit auf den Weg.


Schon im Vorjahr dabei war Klaudia Kruszova (14), der leider mangels ausreichender Fan-Unterstützung der Einzug ins Waldviertel-Finale verwehrt blieb. Mit „Hello“ von Adele und „Photograph“ von Ed Sheeran hatte sie sich keine leichten Songs ausgesucht. Mit ihrer Stimme konnte sie die Jury überzeugen.

„Du hast eine Mörder-Röhre, das könnte für dich heuer weit gehen“, räumte Marek ihr große Chancen ein. Begeistert war er auch von der 15-jährigen Michelle Pany aus Brunn, die seit sechs Jahren Gitarre spielt und sich zu „Read all about it“ von Emeli Sande und „The Rose“ von Bette Midler selbst begleitete.
„Das war supergut, du bist talentiert und gut drauf“, lautete Mareks Urteil.


Altersmäßig leicht aus der Riehe schlug der 22-jährige Michael Bachmann. Er sang als einziger Kandidat in Waidhofen nichts, sondern legte eine coole Tanzeinlage hin, in der Marek Ausbaupotential sah. „Der Mittelteil war leiwand, die letzte Minute wirkte aber so, dass sich jemand aus dem Publikum denken könnte, das kann ich auch. Was du machst, finde ich sehr gut, und wenn du das, was ich dir sage, beherzigst, wird das etwas werden“, meinte Marek.

Für ihn und seine Jury geht es nicht nur darum zu sehen, wer das größte Talent hat, sondern auch festzustellen, welche Talente das Zeug haben, auf der Bühne zu bestehen. „Wir müssen entscheiden, wer auf die Bühne gehört und wer nicht“, fasste Marek die oft schwere Entscheidungsfindung zusammen. Für die erfolgreichen Kandidaten heißt es nun nicht nur fleißig üben, sondern auch Fans sammeln.

Denn beim Bezirksfinale am 25. Mai um 18.30 Uhr im Einkaufszentrum Thayapark ergeben sich zwar 60 Prozent der Wertung aus der Jury, die übrigen 40 Prozent aber durch das Voting.