Erstellt am 06. Juni 2016, 08:24

von Martin Kalchhauser

Final-Tickets heiß umkämpft. Nicht nur wegen der Temperaturen im Festzelt ging es beim Waldviertelfinale der NÖN-Talente heiß her.

Lösten die Waldviertel-Tickets für den Einzug ins Finale des Bewerbs "NÖN sucht das größte Talent": Andy Marek (hinten, Mitte) mit Anja Bauer (Waidhofen, hinten links), Larissa Nemzet (Martinsberg) und Hannah Ledermüller (Zwettl) mit ihrem Begleiter Felix Ledermüller sowie Leonie Wally (Spital bei Gmünd) mit ihren Begleiterin Werner Kurzmann (hinten) und Jakob Bauer. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Knappe Entscheidungen dominierten das Waldviertelfinale des Bewerbs „NÖN sucht das größte Talent“ im Rahmen der Horner Festtage. Zwölf Teilnehmerinnen sorgten mit ihren Begleitern für Stimmung und zeigten enormen Einsatz. „Wirklich sehr, sehr schade, dass wir heute nicht mehr als drei Bewerberinnen zum Landesfinale nach Grafenwörth mitnehmen können!“, bedauerte Moderator Andy Marek.

Bei saunaähnlichen Bedingungen gaben alle, die in Horn an den Start gingen, ihr Bestes. Am Ende hatten nach der Entscheidung der siebenköpfigen Jury und derAuswertung von 5.149 Anrufen beim Publikumsvoting die Geigerin Leonie Wally aus Spital bei Weitra, das Sängerinnen-Duo Hannah Ledermüller (Zwettl) und Larissa Nemzet (Martinsberg) sowie Anja Bauer (Waidhofen/Thaya) mit ihrer Gesangsdarbietung die Nase vorn.

Die erst elfjährige Leonie Wally begeisterte Juroren und Publikum mit ihrer Violine, der sie gekonnt den Simon & Garfunkel-Hit „Sound of Silence“ entlockte. Bei der Performance des Stücks aus dem Jahr 1964, das durch die Coverversion der Gruppe „Disturbed“ wieder sehr aktuell ist, wurde sie von Werner Kurzmann am Keyboard begleitet. Für den Rhythmus sorgte auf dem Cajon Jakob Bauer.

Ebenfalls ins Finale schafften es Hannah Ledermüller (Gesang und Gitarre) aus Zwettl und ihre Freundin Larissa Nemzet (Gesang) aus Martinsberg. Gemeinsam mit Hannahs Bruder Felix (Cajon) performten sie das Lied „Stitches“ (Shawn Mendes). Die 12-jährigen Zwettlerinnen hatten die größte Fangruppe mit, die die jungen Stars anfeuerten und wohl auch mit ihren vielen Anrufen im Ranking nach vorne katapultierten.

Das dritte Ticket löste die 17-jährige Anja Bauer aus Waidhofen an der Thaya. Die Schülerin der dritten Klasse der HLW Horn, die sich für die Zukunft einen Job „im sozialen Bereich“ wünscht, gab eine besonders einfühlsame Version des Hits „One Moment in Time“ der 2012 verstorbenen Whitney Houston zum Besten und erntete mit ihrer tollen Stimme wahre Begeisterungsstürme.

Durchwegs Top-Leistungen geboten

Zu Recht wurde Andy Marek nicht müde, zu betonen, dass auch alle anderen Teilnehmer des Waldviertel-Finales tolle Leistungen geboten haben. So sang die 25-jährige Kindergartenpädagogin Theresa Dangl aus Frankenfels „See you again“ von Carrie Underwood, Christina Burgholzer (25) aus Peham, die das Musikgymnasium in Linz absolvierte hat und auch eine tolle Querflötenspielerin ist, performte „At Last“ (Etta James). Michelle Pany (16) aus Brunn bei Waidhofen brauchte sich für ihre Version des Miley-Cyrus-Songs „The Climb“ ebenfalls nicht zu verstecken.

Patricia Perzy blieb Wiederholung verwehrt

„Leider nein“ hieß es am Ende auch für Patricia Perzy (16) aus Goggitsch bei Geras. Die Finalistin des Jahres 2013 punktete mit dem „Großvater“ der Gruppe STS, bei dem sie sich selbst auf der Gitarre begleitete. Für eine Wiederholung des Erfolgs reichte es für die Schülerin des BORG Krems jedoch nicht. Darüber, dass Sandra Schwab (16) aus Zellerndorf mit „In the Arms of an Angel“ (Sarah McLachlam) nicht weiterkam, wird sie hoffentlich ihr Freund Milos (er ist ein begnadeter Tänzer und bangte im Publikum mit) hinwegtrösten.

Adele-Hit, Musical-Beitrag und „Bundeshymne“

Jadurani Rozanski (12) aus Wolfshoferamt riss mit ihrer großen Stimme beim Hit „One and Only“ (Adele) alle mit. Sie hat das Potenzial für viele künftige Erfolge. Ebenso klein und trotzdem großartig zeigte sich Carmen Bock (12) aus Sabatenreith. Ihre Liebe zum Musical brachte sie mit dem Lied „Irgendwo wird immer getanzt“ aus „Mozart“ zum Ausdruck. Bei ihr gefiel neben der Stimme auch die Bühnenpräsenz. Jennifer Ploil (13) aus Goslarn, Schülerin der NMS Irnfritz, sang die heimliche österreichische Bundeshymne, den Rainhard-Fendrich-Hit „I am from Austria“.

Kandidatinnen fiebern Finale entgegen

Dafür, dass es bis zur Siegerverkündung nach dreistündigem Bewerb bei toller Stimmung im Festzelt nicht eine Minute fad wurde, sorgten Andy Marek und sein Team. Sohn Lukas war es auch vorbehalten, die Gewinnerin eines 50-Euro-Gutscheines von S. Oliver bekanntzugeben. Dieser ging an Katrin Batek aus Sabatenreith, die sich ihren Preis aber erst mit einem kleinen Spiel auf der Bühne „verdienen“ musste. Am Ende kannte der Jubel keine Grenzen, und jetzt fiebern die Teilnehmerinnen aus dem Waldviertel und ihre Fans dem großen Finale in Grafenwörth entgegen. Im dortigen Haus der Musik gibt es am Mittwoch, 29. Juni, 20 Uhr, ein Wiedersehen mit den Besten der Besten.