Erstellt am 19. Juli 2016, 05:35

von Maria Prchal

Pikachujagd im Pielachtal. „Pokémon Go“ erobert die Spielewelt. Die erste App, die mit „augmented reality“ funktioniert, lässt auch die Dirndltaler nach den beliebten Taschenmonstern suchen.

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„Das ist der Extra-Hype“, Bürgermeister Rainer Handlfinger findet klare Worte, um den momentanen Begeisterungssturm um das neue Handy-Spiel „Pokémon-Go“ zu beschreiben.

Vor zwanzig Jahren kam eine der erfolgreichsten Spieleserien auf den Markt: Pokémon. Nun erleben die Taschenmonster ein Revival, aber nicht am Nintendo oder als Kartenspiel, sondern als erste App, die erfolgreich das Prinzip der „augmentend reality“ (veränderte Realität) umsetzt.

Fangen, trainieren und duellieren

Wie in den originalen Serien kann der Spieler Pokémon fangen, trainieren und gegen andere antreten. Nur diesmal muss er dafür das eigene Wohnzimmer verlassen. „Mit der installierten App sieht man auf seinem Handy eine Straßenkarte, und an irgendeinem Punkt taucht dann ein Pokemon auf. Hier schaltet sich die Handykamera ein, und auf dem Bildschirm wird eine 3D-Version des Pokemons projiziert“, “, erzählt der Medieninformatikstudent Michael Traxler, der mit Kollegen eine ähnliche App programmierte, bei der man zu verschiedenen Stationen in Wien gehen musste. Seit wenigen Tagen ist die verifizierte Version von „Pokémon Go“ für alle Betriebssysteme verfügbar, und der Anblick von durch die Straße ziehenden „Pokémontrainern“ wird immer normaler. Doch diese sind nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern viele Mittzwanziger. „Die Leute, die das vor zehn, zwanzig Jahren gespielt haben, sind jetzt natürlich auch wieder unterwegs“, so Traxler, der meint, dass der Hype nicht nur durch die innovative Technologie, sondern vor allem durch Nostalgie zu erklären sei. Handlfinger weiß, der Trend hat vor dem Pielachtal nicht Halt gemacht: „Es gibt in Ober-Grafendorf viele Pokemon-Stopps. Das spielt jeder.“

Die Konzentration auf Pikachu, Taubsi und Co. birgt aber auch Gefahren: „Ich befürchte, dass sich dadurch die Ablenkung im Verkehr noch zusätzlich steigert“, so Stadtpolizei-Kommandant Franz Bäuchler.

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