Hofstetten-Grünau , Ober-Grafendorf

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:41

von Jutta Streimelweger

Keine Vorfälle bekannt. In den Seen in St. Pölten gingen drei Flüchtlinge unter, einer starb. Im Pielachtal sind keine Sicherheitsvorkehrungen geplant.

Am Ebersdorfer See in Ober-Grafendorf gab es keine Vorfälle wie in St. Pölten. ober-grafendorf.at  |  NOEN

Derzeit überschatten die Ereignisse am Viehofner und Ratzersdorfer See in St. Pölten die Badesaison: Dort mussten innerhalb von einer Woche drei Flüchtlinge aus dem See gerettet werden, einer verstarb. Grund dafür sei laut Wasserrettung, dass diese nicht Schwimmen konnten und sich der Gefahr nicht bewusst seien. In St. Pölten gibt es jetzt eine Buddy-Aktion.

Im Pielachtal gibt es auch zwei Seen, an denen Badeunfälle dieser Art möglich wären: in Ober-Grafendorf der Ebersdorfer See und in Hofstetten-Grünau die Pielachtaler Sehnsucht. Badeaufsicht gibt es an beiden Orten keine. Bürgermeister Rainer Handlfinger erklärt: „Wenn jemand ins Wasser geht, dann muss er schwimmen können. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ Dass vor allem Flüchtlinge betroffen waren, ist für Handlfinger kein Faktor: „Wir unterscheiden viel zu sehr zwischen Asylwerbern und anderen Menschen.“ Schwimmkurse werden seitens der Gemeinde nicht angeboten und auch sonst sind keine Maßnahmen geplant.

„Wenn jemand ins Wasser geht, dann muss er schwimmen können. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ 
Rainer Handlfinger, Ober-Grafendorf

In Hofstetten-Grünau sieht Ortschef Arthur Rasch auch noch keinen Handlungsbedarf: „Mir sind in der Sehnsucht keine Vorfälle dieser Art bekannt.“ Schwimmkurse gäbe es an der Volkshochschule, aber speziell für Flüchtlinge werde nichts angeboten. „Bei uns lernen die Kinder schon früh schwimmen, da gibt es dann keine Nachfrage für Schwimmkurse.“