Erstellt am 21. Juni 2016, 23:55

von Nadja Straubinger

Bergerlebnis am Hohenstein. Das Otto-Kandler-Haus ist jetzt eine von 13 Qualitäts-Hütten in ganz Niederösterreich.

 |  NOEN, zVg

Das Otto-Kandler-Haus am Hohenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel im Bezirk. Nun wurde es im Rahmen der "Qualitätsoffensive Berghütten" des Landes mit zwölf weiteren Hütten als Bergerlebnis-Hütte 2016 ausgezeichnet. „Aktive Entspannung in den Bergen liegt wieder hoch im Kurs. Um die Zahl der Qualitätspartner zu steigern, haben wir 2013 dieses Projekt gestartet“, erklärte Landesrätin Petra Bohuslav bei der Überreichung der Auszeichnung.

Freude über Erfolg

Margarethe Niederhametner – sie ist seit fünf Jahren Hüttenreferentin und kümmert sich um den organisatorischen Aufwand der Hütte, wie den Dienstplan und etwa Getränkebestellungen – freut sich über den Erfolg: „Das bedeutet uns sehr viel, denn wir sind wirklich mit Herzblut dabei.“ Erst vor einigen Jahren wurde die Terrasse hergerichtet und jetzt eine neue Hüttengarage gebaut. Das Otto-Kandler-Haus ist nicht verpachtet, sondern gehört dem Alpenverein St. Pölten und wird von zwölf Familien ehrenamtlich betreut.

„Punkto Speisen gibt es gerade wegen der verschiedenen Betreuer eine große Vielfalt“, so Niederhametner. Dabei werde besonderer Wert auf Regionalität und Qualität der verwendeten Zutaten gelegt. Kredenzt werden Linsen mit Semmelknödel, Schweinsbraten oder auch kalte Speisen und selbstgemachte Mehlspeisen. Das System mit der wechselnden Bewirtschaftung hat noch weitere Vorteile.


„Das bedeutet uns sehr viel, denn wir sind wirklich mit Herzblut dabei.“ Margarethe Niederhametner, Hüttenreferentin


„Es gibt ein paar Familien, die mehrere Wochen Dienst machen, die ziehen immer wieder Stammgäste an“, weiß die Hüttenreferentin. Geöffnet ist das Otto-Kandler-Haus von 1. Mai bis Ende Oktober immer samstags, sonntags und feiertags. Zum Übernachten stehen 15 Lagerplätze zur Verfügung. Außerhalb der Öffnungssaison gibt es einen Winterraum mit zwei Lagerplätzen zur Übernachtung. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es aus dem Pielachtal und dem Traisental mit Aufstiegszeiten zwischen zwei und 3,5 Stunden.

AUS DEM TRAISENTAL

Schrambacher Rundweg (über Himmelalm):

Zögersbach - Norbert Mader-Weg zum Engleitensattel - Hohenstein - Engleitensattel - Himmelalm - Himmelalmweg/Ratzenecksteig - Zögersbach (6 bis 7 Stunden)

Der Türnitzer Weg:

Türnitz - Emil Zöchling- Weg über Zittertal zum Engleitensattel - Hohenstein (3,5 Stunden, ab Türnitz 0,5 Stunden mehr)

AUS DEM PIELACHTAL

Kirchberger (Rund-)Weg:

Sois - Löbelgraben - Hohenstein - Ebenwiese - Prinzbach - Sois (6 Stunden)

Tradigister Weg:

Schöngraben - Ebenwiese - Tradigister Steig - Hohenstein (2,5 Stunden)

„Morigraben-Weg“:

Passhöhe Morigraben - Breitenstein - Ebenwiese - Hohenstein (2,5 Stunden)