St. Margarethen an der Sierning , Markersdorf-Haindorf , St. Pölten

Erstellt am 28. Juli 2016, 11:49

von Maria Prchal und Daniel Lohninger

Unwetter: St. Margarethen als "Hotspot". Nach dem zweiten Unwetter-Einsatz der Feuerwehren im Bezirk St. Pölten innerhalb von drei Tagen konzentrieren sich derzeit die Feuerwehren auf St. Margarethen an der Sierning. Im Rammersdorf steht die Werkstatt Dutter unter Wasser, in Wilhersdorf pumpt die Feuerwehr noch dutzende Keller aus.

„Der Keller und die alte Werkstatt sind komplett überflutet. Wir sind durchgehend mit Pumparbeiten beschäftigt und mussten die Gemeindestraße wieder freibekommen“, erzählt Feuerwehrkommandant Walter Diesmayr. Die Straße seit mittlerweile wieder befahrbar.

Die Feuerwehren Markersdorf sowie Haindorf wurden zur Hilfe gerufen, genauso die Florianis aus St. Pölten-Wagram. „Die Wagramer haben eine große Pumpanlage mitgebracht. Alleine die kleinen Pumpen schaffen 1.000 bis 1.200 Liter in der Minute, die große bis zu 3.300 Liter“, so Diesmayr.

40 Wehren mit 550 Leuten in Stadt und Bezirk im Einsatz

Wie groß der Schaden ist, ist derzeit noch nicht absehbar. Diesmayr schätzt, dass die Feuerwehren noch bis in den frühen Nachmittag beschäftigt sein werden und dann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann. Der Kommandant befürchtet: „Der Schaden wird immens sein. Im Untergeschoß der Firma Dutter stehen einige Fahrzeuge und dort ist auch ein Ersatztteillager.“ Momentan sind vier Wehren mit rund 15 Mann und sieben Fahrzeugen im Einsatz.

Doch nicht nur bei der Firma Dutter steht das Wasser. In vielen Kellern in Wilhersdorf sind die Folgen der Regengüsse ebenfalls enorm. „In den Kellern steht das Wasser rund einen Meter hoch“, berichtet Diesmayr.

Insgesamt 40 Feuerwehren mit 550 Mitgliedern waren heute in Stadt und Bezirk St. Pölten im Einsatz. Bezirkskommandant Georg Schröder lobt besonders die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren: „Viele Feuerwehren, die nicht alarmiert wurden, haben angefragt, ob sie helfen können – und das, obwohl manche der Freiwilligen erst in der Nacht von Montag auf Dienstag lange und schwierige Einsätze zu bewältigen hatten.“