Erstellt am 10. November 2015, 05:02

von Nadja Straubinger

Bissige Diskussion über Hundeabgabe. Die Erhöhung der Steuer für Fellnasen um 3,50 Euro pro Jahr ärgert die FPÖ. Königsberger: "Auf Waffen gibt es keine Steuer."

Grüne-Gemeinderat Walter Horinek kontert: "Viele Hundebesitzer sehen in ihren Hunden keinen Waffenersatz, sondern einen treuen Freund."  |  NOEN, Sinseeho/shutterstock.com

Kleines Thema, großer Aufruhr bei der Gemeinderatssitzung in Ober-Grafendorf: Die Hundeabgabe, die seit 2001 nicht erhöht worden war, soll angehoben werden. Ab 2016 kosten normale Hunde 25 Euro pro Jahr, für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial sollen 75 Euro eingehoben werden. Die FPÖ findet, das sei zu hoch.

„Für ältere Menschen ist der Hund sehr oft wichtig, besonders in Zeiten vermehrter Einbrüche, in denen der Hund abschreckend wirkt“, so Königsberger: „Da braucht man sich nicht wundern, wenn sich Leute eine Glock kaufen und sich bewaffnen.“ Denn auf Waffen zahle man keine Steuern.

 Hund als "Freund und Wegbegleiter."

Grüne-Gemeinderat Walter Horinek stößt sich an der Aussage Königsbergers: „Viele Hundebesitzer, so auch ich, sehen in ihren Hunden keinen Waffenersatz, sondern einen treuen vierbeinigen Freund und Wegbegleiter. Dieser Umstand dürfte dem geschätzten Herrn Gemeinderat Königsberger nicht bekannt sein, denn dieser vergleicht den besten Freund des Menschen mit einer Schusswaffe.“ Eine Erhöhung von knapp 15 Prozent in 15 Jahren sei für ihn angemessen, weil viel für Hundebesitzer gemacht wurde.

Auch Bürgermeister Rainer Handlfinger versteht die Aufregung um die Erhöhung nicht: „Wir zeigen uns als sehr hundefreundliche Gemeinde, erhöhen um nur 3,50 Euro in 15 Jahren.“ Nun soll es regelmäßig Indexanpassungen geben. Die Erhöhung wurde ohne die Stimmen der FPÖ beschlossen.

Auf der Tagesordnung stand außerdem der Beschluss von Subventionen für die verschiedenen Ober-Grafendorfer Vereine, diese erfolgten alle einstimmig.

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