Erstellt am 16. März 2016, 06:14

von Nadja Straubinger

Blinde können nach OP wieder sehen. Pfarrer Emeka war mit einem 23-köpfigen Team aus Optikern, Krankenpflegern und Ärzten in Nigeria und half 4.000 Einheimischen.

Erstmals wurden bei dem Projekt Augenoperationen durchgeführt.  |  NOEN, zVg

Als einen unglaublichen Erfolg bezeichnet Pfarrer Emeka Emeakaroha sein letztes Projekt in seiner Heimat. Rund 12.000 Brillen wurden in 20 Pfarren der Diözese St. Pölten gesammelt, von Optikern vermessen und beschriftet sowie schließlich von Freiwilligen in der Pfarre Weinburg vorsortiert.

Im Februar ging es für Emeakaroha mit einem Team aus 23 Optikern, Krankenpflegern und Ärzten nach Nigeria, wo die vorgeschickten Brillen und medizinisches Equipment warteten. Im Madonna Austrian Hospital Ihitte, das Emeakaroha durch Spenden bauen lassen konnte, wurden die Eingriffe durchgeführt.

In drei Wochen wurden rund 4.000 Einheimische behandelt. Zum ersten Mal wurden auch Graue-Star-Operationen durchgeführt. Auch wenn der Graue Star teilweise sehr reif war, sei das Auge gesund gewesen, berichtet der Pfarrer.

Dankbarkeit war der größte Lohn

„Nach den Operationen konnten Menschen, die als blind gegolten haben, wieder sehen“, freut sich Emeakaroha. Das sei ein großes Geschenk für die Menschen gewesen. Die Dankbarkeit der Menschen war für das österreichische Team der größte Lohn – und das obwohl die Herausforderungen durch die Sprachbarriere enorm waren. Für die Brillenanpassungen fungierten nigerianische Krankenschwester-Schülerinnen als Dolmetscher.

Im Rahmen der Reise gab es noch ein zweites Highlight: die Grundsteinlegung für eine Schule. Seit Jahren betreibt der Pfarrer ein Patenprojekt. Für 100 Euro pro Jahr können Kinder dort die Schule besuchen. „Die öffentliche Schule ist schlecht geführt. Wir wollen beste Betreuung ermöglichen“, so Emeakaroha.

Alles zum Projekt und Spendemöglichkeit gibt es auf www.emeka.at .