Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:22

von Nadja Straubinger

Brücke und "Tunnel"um elf Millionen Euro. Zur Wolfenbergerstraße soll es künftig über, zur Ochsenburger Straße unter Bahn und Mariazeller Straße gehen.

Eine Straßenbrücke über die Leobersdorfer Bahnstrecke und die Mariazeller Straße soll die Eisenbahnkreuzung in der Wolfenbergerstraße sicherer machen.  |  NOEN, Archiv

Einige Opfer haben die Eisenbahnkreuzungen entlang der Leobersdorfer Bahnstrecke im Süden St. Pöltens bereits gefordert, jetzt sollen sie entschärft werden. Grundlage dafür ist eine Machbarkeitsstudie von Stadt, ÖBB und Land, bei der acht Eisenbahnkreuzungen in der Stadt unter die Lupe genommen wurden.

Brücke und Tunnel über und unter B20

In der Gemeinderatssitzung wurden die Ergebnisse präsentiert und der Grundsatzbeschluss für die Entschärfung einiger dieser Bahnkreuzungen gefällt. Wie jene in der Wolfenbergerstraße: Hier wäre eigentlich eine Schrankenanlage notwendig, da es aufgrund der Kreuzungssituation aber häufig zu einem Rückstau auf die Mariazeller Straße kommen würde, empfiehlt die Studie eine Auflassung der Kreuzung und die Errichtung einer Straßenbrücke über die Schienen und die B 20. In die Ochsenburger Straße soll eine Unterführung unter Straße und Bahn führen. Alleine diese Projekte sollen rund elf Millionen Euro kosten.

Weitere Schrankenanlagen in Planung

Bei den Eisenbahnkreuzungen in der Herzogstraße sowie in der Schubertstraße sind zudem laut Studie Schrankenanlagen erforderlich.

Die Grünen stimmten gegen diesen Grundsatzbeschluss. Sie wittern im Brückenbau einen Zusammenhang mit der S 34. Gemeinderätin Julia Schneider beantragte folglich – allerdings erfolglos – eine Abänderung des Antrags. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) betonte: „Es geht um die Sicherheit der Bewohner von Hart, Spratzern und St. Georgen.“