Erstellt am 17. Juli 2017, 17:50

von APA Red

Heimische Werke von Spartenverkauf unberührt. Die zwei heimischen Produktionsstandorte der Constantia Flexibles in Weinburg (Bezirk St. Pölten Land) in Niederösterreich und Loipersbach (Bezirk Mattersburg) im Burgenland mit insgesamt mehr als 1.200 Mitarbeitern sind nicht vom Verkauf der Etikettensparte des Konzerns betroffen. Das versicherte der Firmenchef (CEO) Alexander Baumgartner am Montag im Interview mit der APA.

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Wie geht es jetzt weiter mit der Constantia Flexibles mit nur noch zwei Sparten (Food und Pharma), die Labels Division war schließlich die zweitgrößte? "Nur mehr zwei Sparten würde ich nur unter Anführungsstrichen sagen", so Baumgartner. "Wenn Sie so wollen, ist es ein kleiner Schritt zurück um viele weitere Schritte nach vorne zu machen."

CEO Baumgartner strebt über Konzentration auf Kernkompetenz      

Durch den Spartenverkauf werde sich Constantia Flexibles voll aufs ursprüngliche Kerngeschäft der Herstellung von Verpackungen vor allem für Lebensmittel, Pharmaprodukte und auch Tiernahrung konzentrieren, so Baumgartner. "Das ist unsere Kernkompetenz." Es gehe darum, auch global zu wachsen und für neue Innovationen bereit zu sein. "Neue Drucktechniken stehen vor der Haustür, da wollen wir vorne mitmischen", sagte der Constantia-Manager.

Baumgartner hat große Ziele. Er strebt "global eine führende Rolle" mit Constantia Flexibles an. "Ich will die Nummer eins oder eine starke Nummer zwei werden." In Europa ist das Unternehmen in seinem Kerngeschäft mit den Verpackungen bereits "Leader", so Baumgartner.

Die Lösung mit dem US-Riesen Multi-Color, dass Constantia Flexibles nach Vollzug des 1,15 Mrd. Euro schweren Verkaufs,16,6 Prozent der Anteile des größten Etikettenherstellers der Welt hält, findet Baumgartner freilich gut. "Die Lösung als Shareholder mit Multi-Color ist attraktiv." Man werde sich die Entwicklung "sicher einige Jahre lang anschauen; das Geschäft kann sehr langfristig interessant sein". Der Anteil könnte bei passender Entwicklung steigen.

Verpackungen global führende Rolle an

Da Multi-Color auch Etiketten für Wein, Spirituosen, Körperpflege- und Küchenprodukte herstelle, sei das Unternehmen nämlich gut gegen konjunkturellen Schwankungen gewappnet. Es ist breiter aufgestellt, als es die scheidende Constantia-Label-Division war. Wegen der Größe habe die Firma auch "einen größeren und besseren Hebel gegenüber Lieferanten und Märkte", so Baumgartner.

In Teich arbeiten 900 Menschen für Constantia Flexibles vor allem in der Food Division und Alu-Verarbeitung, in Loipersbach 350 vor allem für den Pharma-Verpackungsbereich. Weltweit hat die Constantia Flexibles nach dem Abstoßen der Label Division (mit 23 Werken in 14 Ländern und rund 2.800 Mitarbeitern) noch mehr als 7.000 Mitarbeiter.