Erstellt am 11. Februar 2016, 11:33

von Nadja Straubinger und Birgit Kindler

Erster Biber in Hafnerbach getötet. Bescheid erlaubt die Bejagung des Bibers. Im Traisental wurde Antrag für Bibermanagement gestellt.

In Hafnerbach wurde bereits der erste Biber gefangen und getötet. Genehmigung ist noch bis Ende März aufrecht. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Immer wieder geraten Biber ins Visier, weil die tierischen Gestalter und Architekten von Lebensräumen mit ihren Bautätigkeiten für Probleme bei den Menschen sorgen. Mit der Änderung des Naturschutzgesetzes Ende letzten Jahres können nach der Ausstellung eines Bescheides des Landes Biber bejagt werden.

„Einige Einzelbescheide im Pielachtal erteilt“

Einen Überblick über die Lage im Traisental und im Pielachtal gibt der Leiter der Abteilung Naturschutz des Landes: „Für die Region Traisental wurde ein Antrag für Maßnahmen zum Management von Bibern eingereicht; in der Region Pielachtal wurden einige Einzelbescheide erteilt, bis dato ist hier keine übergreifende, regionale Vorgehensweise erforderlich.“

Biberberater im Traisental ist Horst Pollroß, er betont, dass die Tiere an der Traisen nur wenig Schaden anrichten. „Die Bäume, die sie annagen, fällen wir und lassen sie dann liegen.“

19 Dämme in Hafnerbach bereits entfernt

Ein großes Problem mit Bibern hat man in Hafnerbach. „Durch den Bau der Biberdämme wird das Bachwasser aufgestaut, was in weiterer Folge zu Überflutungen führt. Dadurch kommt es zur Schädigung der landwirtschaftlichen Flächen“, so Bürgermeister Stefan Gratzl.

Elf Dämme entlang des Zenobaches sowie acht beim Kremnitzbach seien bereits entfernt worden, dafür habe man eine Ausnahmebewilligung des Landes, die noch bis Ende März aufrecht ist. „Vergangene Woche haben wir schon einen Biber gefangen und getötet.“

Ihre Erfahrungen mit Bibern haben auch die Pielachtaler Bürgermeister Arthur Rasch (Hofstetten-Grünau) und Anton Gonaus (Kirchberg) gemacht. Um einen Bescheid für die Bejagung haben aber beide nicht angesucht. Gonaus: „Die Schäden bei uns halten sich seit zwei Jahren im Rahmen.“