Frankenfels

Erstellt am 20. Mai 2017, 06:37

von Lisa-Maria Seidl

MINT-Gütesiegel für die NMS Frankenfels. Die Schule ist eine von 113 Bildungseinrichtungen, die sich für innovativen Unterricht in den MINT-Fächern einsetzen.

„Das Gütesiegel bekommt man nicht umsonst“, so Schulleiter Reinhard Wilhelm.  |  NOEN, privat

Das sogenannte „MINT-Gütesiegel“ wurde heuer erstmals ausgeschrieben. Die NMS Frankenfels war eine von 142 Bildungseinrichtungen in Österreich, die sich dafür beworben haben, und ist nun eine von nur 113 besonders engagierten Schulen, die bis 2020 das Gütesiegel tragen dürfen.

Das MINT-Gütesiegel belegt, dass die Schule im Rahmen der Schulentwicklung effektive Maßnahmen setzt, um innovativen und begeisternden Unterricht in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen zu fördern. Die NMS Frankenfels hat dafür spezifisch ausgebildete Lehrkräfte.

„Gerade in Informatik sind die Schüler oft besser als die Lehrer – bei uns ist das nicht der Fall. Hier muss man die neuen Herausforderungen annehmen“, erklärt Schulleiter Reinhard Wilhelm dazu.

„Das Gütesiegel ist eine großartige Sache und man bekommt er nicht umsonst“

Es habe umfangreiche Bewerbungskriterien gegeben. „Das Gütesiegel ist eine großartige Sache und man bekommt er nicht umsonst“, so Wilhelm. Die NMS Frankenfels zeichnet sich auch durch einprojektorientierte Wahlpflichtfächer in Physik, Chemie, Biologie und Mathematik aus. „Zudem laden wir für verschiedene Themen auch externe Referenten ein“, sagt der Schulleiter. Im Rahmen von Projekten behandelte Themen waren beispielsweise Solar- und Wasserkraft, Elektrosmog sowie „Der Weg des Telefons“. Die Bedeutung der MINT-Fächer schätzt Wilhelm hoch ein, gerade in puncto Berufschancen.

Als Aufgabe der Schule sieht Wilhelm auch, mit alten Vorurteilen in Bezug auf Unterschiede zwischen Mädchen und Burschen aufzuräumen. „Die Mädchen sind genauso geschickt wie die Burschen, sie trauen sich oft nur zu wenig zu“, meint Wilhelm.

Die Auszeichnung übergaben Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Industriellenvereinigungs-Chef Georg Kapsch im „Haus der Industrie“ in Wien.