Erstellt am 19. Januar 2016, 05:23

von Nadja Straubinger und Lisa-Maria Seidl

Gibt’s genug Ärzte im Tal?. Versorgung / Bürgermeister sind zum Großteil zufrieden mit dem medizinischen Angebot in den Gemeinden. Rainer Handlfinger und Peter Kalteis hoffen auf Gesetzesänderung. PIELACHTAL / In Ober-Grafendorf und Weinburg gibt es drei Planstellen für Allgemeinmediziner.

 |  NOEN, APA (dpa)

In Ober-Grafendorf und Weinburg gibt es drei Planstellen für Allgemeinmediziner. Mit der neuen Ärztin Maria Regina Trevisol Bittencourt in Weinburg sind diese wieder belegt. „Nicht ausreichend“, sagt Bürgermeister Rainer Handlfinger. Bei der kommunalen Neujahrskonferenz sprachen Handlfinger und Weinburgs Bürgermeister Peter Kalteis mit Ministerin Sabine Oberhauser über die Problematik, dass Ärzte sich aussuchen können, welche Krankenkassen sie wählen.

„Eine Möglichkeit, diese Gesetzeslücke zu schließen, bestünde in der Reform der ,Primärversorgung neu‘“, erklärt Handlfinger. Das Konzept, das leicht zugängliche Kontaktstellen für Patienten vorsieht, wäre ein Vorteil, ist Kalteis überzeugt – außerdem würde es Ambulanzen entlasten. Kalteis lobt das fachmedizinische Angebot in Weinburg. Auch die neue Allgemeinmedizinerin biete als Wahlärztin orthopädische Fachkompetenz.

Zufrieden: Hofstetten-Grünau, Rabenstein,
Kirchberg und Frankenfels

Zufrieden mit der ärztlichen Versorgung sind die Bürgermeister von Hofstetten-Grünau, Rabenstein, Kirchberg und Frankenfels. In Rabenstein gibt es noch einen Arzt mit Hausapotheke: „Ich würde mir eine Gesetzesänderung wünschen, damit diese Bestehen bleiben kann“, unterstreicht Ortschef Kurt Wittmann. Hofstettens Bürgermeister Arthur Rasch sieht nur im fachärztlichen Bereich Verbesserungspotenzial.

Fachärzte außerhalb der Gemeinde besuchen auch Frankenfelser. Franz Grössbacher: „Ich sehe derzeit keinen Handlungsbedarf.“ In Kirchberg gibt es gleich zwei praktische Ärzte, einen Internisten, Gynäkologen, Zahnarzt und eine Spezialistin für Homöopathie. „Alles in allem ein gutes Programm“, ist Anton Gonaus begeistert.

Keine Ärzte gibt es in St. Margarethen, Loich und Schwarzenbach. Ernst Kulovits und Anton Grubner unisono: „Wir hatten noch nie einen Arzt. Die Leute sind das so gewohnt“. Und Franz Trischler: Wir gehören zum Sanitätssprengel Markersdorf, Haunoldstein. Da ist keine Änderung vorgesehen, es stellt aber auch kein Problem dar.“