Erstellt am 07. Juni 2016, 05:55

von Nadja Straubinger

Größter Holzbau Asiens. Die Ober-Grafendorfer Firma Rubner hat einen Mega-Auftrag an Land gezogen: den Bau des neuen Terminals am zweitgrößten Flughafen der Philippinen.

Projektleiter Anton Wanas und Geschäftsführer Helmut Hödl freuen sich über den Erfolg.  |  NOEN, NÖN

Es ist geschafft, Rubner Holzbau hat den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte an Land gezogen: Der zweitgrößte Flughafen der Philippinen wird mit einer Holzkonstruktion vom Ober-Grafendorfer Unternehmen ausgebaut.

4.500 Kubikmeter Brettschichtholz wird für die wellenförmige Tonnendach-Tragstruktur für den modernen Neubau mit 65.000 m? Fläche verwendet werden. Vorbereitet wird in Ober-Grafendorf. Dann wird die Konstruktion zum Flughafen Mactan Cebu gebracht. Schon im November wird mit dem Aufbau begonnen, der laut Projektleitung um die drei Monate dauern soll. Die Fertigstellung ist für März 2017 geplant, im Juni 2018 soll das Flughafenterminal in Betrieb genommen werden.

Eine technische Herausforderung

„Es ist eine sehr große technische Herausforderung, aber wesentlich sind in diesem Fall auch das Rechtliche, Kaufmännische und Vertragliche“, erklärt Rubner-Geschäftsführer Helmut Hödl, dass man sich auf die anderen Bedingungen auf den Philippinen einrichten musste. Er betont auch die Wichtigkeit des kaufmännischen Geschäftsführers Christian Opitz für das Projekt: „Er hat einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg unserer Bewerbung beigetragen. So ein Projekt kann man nur als Team an Land ziehen.“

Zum ersten Mal wird in diesem Teil der Welt ein so großes Gebäude aus Holz gebaut, umso komplexer waren die Vorleistungen dafür. „Die Ausarbeitungsphase für das Angebot war sehr aufwendig. Eigentlich war das Gebäude von den Planern in Hong Kong auf Stahlbau ausgerichtet und im Rahmen der Angebotslegung mussten wir auch Konstruktionspläne beilegen“, erklärt Projektleiter Anton Wanas. Außerdem musste das Team das Vertrauen des Konsortiums aus philippinischen und indischen Generalunternehmern gewinnen. „Es geht dort nicht nur um den Preis, sondern um ganz viel Vertrauen in die Kompetenz und die Leistungsfähigkeit“, so Hödl.

Großprojekt soll sich auszahlen

Mit dem Großprojekt ist die Firma, die erst Ende des Vorjahres mit prestigeträchtigen Projekten wie dem Bau der Pinewood Studios für Aufmerksamkeit sorgte, bis Ende 2016 vollausgelastet und muss laut Geschäftsführung Arbeiten teilweise fremdvergeben. Es soll sich aber auszahlen. Für die Zukunft erwartet man sich von dem Projekt einiges. „Es war unser strategisches Ziel so ein Projekt zu bekommen, um größere internationale Bekanntheit zu erlangen“, fasst Hödl zusammen.