Hafnerbach

Erstellt am 23. September 2016, 05:46

von Patricia Grünauer

Tierquäler verteilte Glassplitter, um Biber zu töten. Porzellan- und Glassplitter hat ein Unbekannter verteilt, um Biber daran zu hindern, Nahrung zu holen.

 |  NOEN, shutterstock/Michael Ninger

„Ich habe schon viel erlebt, aber das überbietet noch alles“, zeigt sich Bürgermeister Stefan Gratzl betroffen. Grund dafür: Jemand streut absichtlich Glasscherben entlang des Zenobachs aus. Die Glas- und Porzellansplitter wurden auf fünf Biberrutschen verteilt, um Biber daran zu hindern, Nahrung beim angrenzenden Maisfeld zu holen.

„Wie man so etwas machen kann, verstehe ich nicht. Was ist, wenn spielende Kinder oder Spaziergänger, die mit Hunden unterwegs sind, durch die Glassplitter zu Schaden kommen? Nicht auszudenken, was durch so eine Blödheit passieren kann“, meint Gratzl.

Schlauer Biber trickste Tierquäler aus

Um die Gefahr rasch zu beseitigen, hat er gemeinsam mit Bauhofleiter Martin Kanzler die Glassplitter weitgehend entfernt. „Mir war es ein großes Anliegen, hier so schnell wie möglich tätig zu werden“, so Gratzl. Der Fall wurde bei der Bezirkshauptmannschaft zur Anzeige gebracht. Dass die Aktion nicht viel gebracht hat, zeigt sich darin, dass es zwei neue Biberrutschen neben denen mit Glasscherben gibt.

Sicher ist der Biber in Hafnerbach aber trotzdem nicht, denn im Gemeindegebiet ist es durch eine Sondergenehmigung erlaubt, Fallen aufzustellen und es gibt auch die Möglichkeit, die eingefangenen Tiere zu töten. Grund dafür sind die Biberdämme, die für Überflutungen sorgen. Außerdem unterminieren Biber bestehende Dämme und schädigen die landwirtschaftliche Frucht.