Erstellt am 05. Mai 2016, 05:34

von Daniel Lohninger

Handl-Kreuz wird ins richtige Licht gerückt. Bis Mitte Mai wird das Flurdenkmal jede Nacht angestrahlt. Ziel ist es, den Platz wieder ins Bewusstsein zu rücken.

 |  NOEN, zVg

Ob die Handl-Kreuz-Kapelle tatsächlich an einen zur Zeit der Türkenbelagerung 1683 umgekommenen Priester erinnert, ist historisch umstritten. Unbestritten ist aber, dass die Lage des Flurdenkmals traumhaft ist – mit Blick auf Ötscher und Dunkelsteiner Wald. Und unter den beiden Ulmen sollen einander einst so manche St. Margarethener Frischverliebte ihr erstes Busserl gegeben haben, wie der ehemalige Vizebürgermeister Josef Reithner weiß.

Mit einer besonderen Aktion wollen nun Reithner und die Initiative ABKRUND auf diesen bemerkenswerten Platz aufmerksam machen. Bis Mitte Mai wird die Handl-Kreuz-Kapelle jede Nacht beleuchtet werden.

Juwel in der Gemeinde

„Wir wollen damit die Bevölkerung aufmerksam machen und zeigen, welches Juwel wir in unserer Gemeinde haben“, erklärt Reithner die Aktion, bei der er auf die Unterstützung der Anrainer zählen kann. Markus Zuser baute die notwendige Technik auf seinem Grund auf, Karl Zöchbauer stellte die nötige Stromquelle zur Verfügung.

Zehn Jahre ist es her, dass die Kapelle saniert wurde, in deren Inneren ein vom St. Pöltner Künstler Robert Herfert geschaffenes Gemälde zu sehen ist. Bereits damals gab es Ideen, die Kapelle zu beleuchten. Da dafür aber aufwendige Bauarbeiten erforderlich gewesen wären, wurde daraus nichts. Eine Dauerlösung, so Reithner, werde das Provisorium aber auf keinen Fall werden. „Natürlich wäre es großartig, wenn die Kapelle dauerhaft beleuchtet werden könnte. Ich weiß aber, dass der Aufwand dafür sehr groß ist“, so Reithner.