Erstellt am 30. September 2015, 06:12

von Gila Wohlmann

Helfen statt rumsitzen. Syrer und Iraker haben das Gemeinde-Team aus eigener Initiative bei Arbeiten am Bahnhof und Vorbereitungen für den Dirndlkirtag unterstützt. Bürgermeister lobt Engagement.

Bürgermeister Kurt Wittmann (2. von rechts), der auch selbst immer anpackt, wurde unterstützt von Engelbert Stückler, Aysar Al Bayati, Abdullah Al Jamiele, Heinz Tuschetschläger, Louay Alhomsi, geschäftsführendem Gemeinderat Johann Moderbacher und Ali Hussein.  |  NOEN, Foto: privat / Gottfried Auer

Unterstützung von neuen „Gemeindehelfern“ hatte Rabenstein bei den Vorbereitungsarbeiten für den Dirndlkirtag: Vier Asylwerber aus Syrien und dem Irak, die derzeit in der ehemaligen Pizzeria eine Bleibe gefunden haben.

„Sie sind an uns herangetreten und haben angefragt, ob sie uns irgendwie helfen könnten“, freute sich Bürgermeister Kurt Wittmann über das Angebot der vier Flüchtlinge. Gesagt, getan: „Sie haben uns bei den Pflasterungsarbeiten am Bahnhof und bei diversen Aufbauarbeiten für den Dirndlkirtag unterstützt“, berichtet Wittmann, auch „dass die Zusammenarbeit und Kommunikation trotz mancher Sprachbarrieren bestens geklappt habe“.

„Das war der Wunsch der Männer. Sie zeigen sich an
unserer Kultur sehr interessiert und wollen sich gerne
die Basilika Mariazell ansehen.“ 
Kurt Wittmann, Bürgermeister


Das Engagement wurde mit Bahnkarten für einen Ausflug nach Mariazell belohnt. „Das war der Wunsch der Männer. Sie zeigen sich an unserer Kultur sehr interessiert und wollen sich die Basilika in Mariazell ansehen“, sagt das Rabensteiner Gemeindeoberhaupt. Vorbildhafte Beispiele wie diese brauche derzeit die Flüchtlingsdebatte. Die Helfer haben auch bereits angeboten, bei den Aufräumarbeiten mitzuhelfen.

In der Gemeinde Rabenstein sind derzeit 31 Asylwerber untergebracht. „Diese haben sich alle gut eingelebt“, so Ortschef Wittmann. Er ist auch nicht abgeneigt, bei Interesse wieder Hilfsangebote der neuen Mitbürger in Anspruch zu nehmen, „wobei natürlich nicht für alle immer eine passende Beschäftigung vorhanden ist und man hier anlass- und bedarfsbezogen agieren muss“.