Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:43

von Nadja Straubinger und Gerhard Hackner

Helfer immer im Einsatz. Polizei, Rettung und Feuerwehr waren auch am Heiligen Abend für Bevölkerung da.

Waltraud und Wolfgang Hinterberger – „Die 24.12.-Mannschaft“ aus Ober-Grafendorf.  |  NOEN, Rotes Kreuz Ober-Grafendorf / Wolfgang Brückler

„Feiertage sind normale ,Arbeitstage‘ für uns“, berichtet Wolfgang Brückler, Ortsstellen-Leiter des Roten Kreuzes in Ober-Grafendorf. Insgesamt zwölf Freiwillige haben über die Weihnachtsfeiertage Dienst versehen. In Ober-Grafendorf darf im Dienstzimmer kein Christbaum fehlen. „Die Diensthabenden gestalten sich ihre Feiertagsdienste selbst nach ihren Vorstellungen“, so Brückler. Besuche von Verwandten und ein gemeinsames Feiertagsessen stehen da auf dem Programm.

Auch in Hofstetten-Grünau war die Dienststelle des Roten Kreuzes besetzt. Am Vormittag des Heiligen Abends gab es Programm für die Kinder. Dorothea Lobinger etwa las ihnen kurze Weihnachtsgeschichten vor, Kommandantin Daniela Schaberger und ihr Team bastelten mit den Kindern. Gäste waren an den Feiertagen auch immer gerne gesehen.

Obmann Willi Vorlaufer vom Samariterbund Rabenstein führt aus, dass zwei Teams am 24. Dezember Dienst versahen. „Auch unser Team von ‚Essen auf Rädern‘ war natürlich unterwegs und belieferte die Bevölkerung mit Menüs“, berichtet Vorlaufer. Pro Tag seien zwei Rettungsteams und ein Team von „Essen auf Rädern“ im Dienst gewesen. Es habe aber keine besonderen Einsätze und Vorkommnisse gegeben.

Reges Treiben auf der Dienststelle

Auf der Dienststelle in Kirchberg herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Viele Familien kamen zur Ausgabe des Friedenslichtes. Dafür zuständig war Erich Hauer. Er ist seit zwanzig Jahren jedes Jahr am Heiligen Abend dabei. Der Dienstbetrieb für Rettungseinsätze läuft dabei ganz normal weiter. Ortsstellen-Leiter Martin Schweiger hält fest: „Wir haben ein tolles Team. Von der Jugend bis hin zu den Erwachsenen gibt es einen großen Zusammenhalt.“

„Die Dienste an Feiertagen zu besetzen wird immer schwerer“, berichtet Obmann Manfred Hößl. Es seien aber viele Junge da, die gerne zu Weihnachten Dienst machen, dann aber Silvester frei haben wollen. „Da müssen wir Älteren die Dienststelle durchgehend besetzen“, sagt Hößl. Oft bringen Dauerpatienten Kekse vorbei.
Auch auf das Bezirkspolizeikommando in Ober-Grafendorf kommen manchmal Bürger mit Keksen. „Keine Beamtenbestechung, sondern eine nette Geste, die zeigt, dass unsere Arbeit Anerkennung findet“, berichtet Bezirkspolizei-Kommandant Gerhard Pichler.  Gerade wegen zwischenmenschlicher Konflikte steige die Zahl der Einsätze an den Feiertagen, bestätigt Pichler. Generell herrsche auf den Dienststellen aber Regelbetrieb.

Regelbetrieb herrscht auch bei den Feuerwehren. FF-Abschnittskommandant Andreas Ganaus: „Es gab die üblichen Einsätze, aber es war ein ganz normales Jahr.“