Erstellt am 07. Juni 2016, 05:55

von Mario Kern

Keime sind weg, Chlor-Spur bleibt. Hochbehälter wird repariert, geringe Dosis der Chlorierung bleibt solange aufrecht.

Nach der Sanierung des Hochwasserbehälters hat die Gemeinde eine Sonderprobe bestellt. Das Ergebnis: Fäkalkeime im Wasser.  |  NOEN, Schmidl

Wenige Stunden nach Redaktionsschluss der vergangenen Print-Ausgabe kam die Entwarnung für das Trinkwasser - NÖN.at berichtete exklusiv. Seitdem kann das Wasser in der Gemeinde, aber auch in Kilb und Bischofstetten, bedenkenlos konsumiert werden, wie Bürgermeister Arthur Rasch bestätigt.

Auch die Baufirma zeige sich bereit, die mangelhaft durchgeführten Arbeiten an der Lüftung des Hochbehälters auszubessern, so Rasch. „Das kann drei bis vier Wochen dauern.“ So lange werde das Wasser weiterhin chloriert. „Allerdings nur in sehr geringer Dosis. Das ist gesundheitlich völlig unbedenklich, auch für Kleinkinder.“ Damit soll erreicht werden, dass sich auch im allerletzten Ausläufer des Rohrnetzes – in entlegenen Liegenschaften – keine Keime mehr festsetzen können.

Aus dem Vorfall Lehren zu ziehen, sei schwer, betont Rasch auf NÖN-Anfrage. „Schließlich hatten wir ja mit den Ziviltechnikern eine Kontrollinstanz eingeführt.“ An den halbjährlichen Großproben werde sich nichts ändern. „Nur demnächst wird öfter kontrolliert. Und das Chlorgerät bleibt da, damit wir es im Notfall griffbereit haben.“