Erstellt am 28. Oktober 2015, 06:17

von Nadja Straubinger

Auch Geschichten sind Geschichte.

Jeder hat seine Erinnerungen an den Geschichte-Unterricht. Da war die Rede von Herrschern, von Dynastien, die Europa prägten, und von Schlachten, die Landkarten und soziale Gefüge nachhaltig änderten. Keine Frage: Es ist wichtig, die Geschichte in großen Zügen zu kennen. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, die Geschichte im Kleinen zu kennen.
 


Dem hat sich das Institut für Geschichte im ländlichen Raum unter Führung des Frankenfelsers Ernst Langthaler verschrieben. Ein wissenschaftliches Bemühen, das jetzt vom Land gewürdigt wurde. Und das ist gut so: Natürlich wurden und werden die großen Entscheidungen in Zentren getroffen, im ländlichen Raum – auch im Pielachtal – spiegelt sich hingegen die große Welt im überschaubaren Rahmen wider. Hier suchten die Menschen ihr Auskommen unter Bedingungen, die sie selbst nicht beeinflussen konnten, hier mühten sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. All das ist es wert, wissenschaftlich dokumentiert zu werden. Denn die Geschichten, die hier erzählt werden, sagen oft mehr als tausende Jahre Herrschaftsgeschichte.