Erstellt am 10. November 2015, 05:02

von Nadja Straubinger

Auf den Hund gekommen. Nadja Straubinger über die Hundeabgabe in Ober-Grafendorf.

Keine Frage: Die Erhöhung von Abgaben und Steuern ist nicht angenehm für Bürgermeister. Argumente müssen abgewogen, Alternativen ausgelotet und die Zumutbarkeit für die Bürger bedacht werden. Und natürlich ist es das gute Recht der Opposition, die Notwendigkeit zu hinterfragen und die Populismus-Keule zu schwingen.
 


Was sich aber bei der letzten Gemeinderats-Sitzung in Ober-Grafendorf abgespielt hat, gehört eher in die Rubrik „peinliches Schauspiel“ als „kantige Oppositionspolitik“. 3,50 Euro werden Hundebesitzer für ihren Vierbeiner pro Jahr in Zukunft mehr berappen müssen. Die FPÖ hält das für unzumutbar. Da könne man sich gleich einen Colt kaufen, denn anders als auf Hunde zahle man auf Waffen keine Abgaben, polterte FP-Gemeinderat Erich Königsberger. Der Hund als kostengünstiger Waffenersatz? Viel unpassender hätte der Vergleich nicht sein können. Abgesehen davon, dass diese 3,50 Euro pro Jahr keinen Hundebesitzer vor die Entscheidung stellen werden, ob er sich seine Fellnase künftig noch leisten wird können.