Herzogenburg

Erstellt am 25. April 2017, 05:38

von Nadja Straubinger

Aufatmen für die Bauern. Nadja Straubinger über das Ende der Sperre.

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Die Bauern hatten es nicht leicht im letzten Jahr. Der tiefe Milchpreis und dann noch die Seuchensperre. Weil einzelne Fälle der Blauzungenkrankheit im Burgenland und in der Steiermark auftraten, wurde eine Sperrverordnung verhängt. Davon betroffen war der Bezirk St. Pölten und damit auch das Pielachtal. Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen durften nur unter besonderen Voraussetzungen aus dem Sperrgebiet herausgebracht werden. Eine Impfung oder Untersuchungen waren Voraussetzung. Die Kosten für den Impfstoff wurden zwar vom Land NÖ gefördert, aber den Tierarzt mussten die Bauern selbst zahlen, ohne sicher sein zu können, ob dann ein Verkauf möglich ist.

Hauptmarkt für Rinderzüchter ist seit einiger Zeit die Türkei. Die hat aber besondere Bestimmungen und kauft keine geimpften Tiere, schon gar nicht aus Sperrgebieten. Jetzt können die Bauern, zumindest was die Sperre betrifft, aufatmen. Das Gebiet wurde verkleinert und eine Ausfuhr ist wieder problemlos möglich. Damit sollte sich die Situation für Landwirte zumindest etwas entspannen.