Erstellt am 05. April 2016, 07:37

von Nadja Straubinger

Bauern bangen um ihre Existenz. Nadja Straubinger über den hohen Wert von Lebensmitteln.

Es ist kein leicht verdientes Geld in der Landwirtschaft. Viel Arbeit und große Investitionen sind nötig, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Schlimm ist es dann, wenn die Produkte nicht den benötigten Profit bringen, wie derzeit die Milch.

Seit den 80er-Jahren regierte eine EU-weite Milchquote. Sie regelte die Produktionsmengen und wenn zuviel produziert wurde, mussten die Bauern eine Superabgabe leisten. Daher gab es anfangs ein hoffnungsvolles Aufatmen, als im Vorjahr die Quote gefallen ist. Mittlerweile ist der Druck aber groß.

Eine gewaltige Überproduktion, sinkender Absatz in China, und das Russland-Embargo machen den Pielachtaler Milchbauern zu schaffen. Daraus resultiert ein Milchpreis von 28 Cent pro Liter. Ein Betrag, mit dem die Produktionskosten kaum zu decken sind. Etwas besser stehen die Bio-Bauern da, denn bei ihnen hält der Preis. Wege aus der Situation gibt es mehrere, die geforderte Intervention der Politik ist wohl nicht der nachhaltigste. Nachhaltiger wäre es, wenn mehr Konsumenten bereit wären, für Lebensmittel faire Preise zu zahlen.