Erstellt am 10. November 2015, 05:17

von Wolfgang Wallner

Ein großes Missverständnis. Wolfgang Wallner über Jeffersons Abschied aus St. Pölten.

Der brasilianische Ballzauberer und der niederösterreichische Erstligist sind nie miteinander warm geworden. Jefferson und der SKN - das war ein einziges Missverständnis. Nicht bloß sprachlicher Natur. Unter Karl Daxbacher war der Linksfuß nie gefragt. Sein Abschied in der Winterpause ist die logische Konsequenz.

Nach nur 282 Erstligaminuten und einem Tor für den SKN ist Jeffersons Europa-Abenteuer vorbei. Sportdirektor Frenkie Schinkels hatte den Südamerikaner mit viel Vorschusslorbeeren präsentiert. Gute Ansätze zeigte Jefferson auch. Mehr aber nicht. Spätestens nach der „Spuckaffäre“ samt drei Spielen Sperre hatte der Techniker schlechte Karten bei „Sir Karl“. St. Pöltens Coach hatte seine Formation gefunden – und der hält Daxbacher bekanntlich die Stange. Jefferson gehörte nicht zu diesem Stammpersonal. Und mit Kurzeinsätzen als Joker konnte er ebensowenig auf sich aufmerksam machen. Entsprechend dürfte sein Standing im Team gewesen sein.

Mit einer Träne im Knopfloch schickt Schinkels seinen Schützling nach der Herbstsaison retour. Der Niederländer glaubt noch immer an Jeffersons großes Potenzial. Doch das Prinzip Hoffnung war am Ende zu wenig.