Update am 28. Juni 2016, 03:54

von Nadja Straubinger

Ein König für die Gleichstellung. Nadja Straubinger über den Vorschlag der FP Kirchberg.

Ob Dirndlkönigin, Milchkönigin, Mohnprinzessin oder Winzerkönigin – sie haben zumindest eines gemeinsam, sie sind Frauen. Die FPÖ Kirchberg lässt jetzt aber mit einem besonderen Vorschlag aufhorchen: Wilhelm Weinmeier fordert die Gleichstellung von Mann und Frau und schlägt deshalb die Wahl eines Dirndlkönigs im Herbst vor. Er soll von einer Dirndlprinzessin begleitet werden und in zwei Jahren wäre das umgekehrt.

Es müsse in der Regionalplanungsgemeinschaft diskutiert werden, sagt der Obmann der Gemeinschaft Kurt Wittmann, und es sei schon einmal Thema gewesen, aber nie weiterverfolgt worden. Generell gibt es nur wenige männliche Produkthoheiten, eine Ausnahme ist der Kürbisprinz Stefan, der bei gemeinsamen Auftritten mit den Königinnen und Prinzessinnen immer als Hahn im Korb heraussticht. Vielleicht ist es wirklich eine Überlegung wert und könnte Aufsehen erregen. Die Wortspiele mit dem „Dirndl“ im traditionellen Trachtenkleid wären allerdings vorbei, wenn da plötzlich ein Bursch zum „Dirndl“-Botschafter wird.