Erstellt am 30. August 2016, 05:00

von Mario Kern

Gastronomische Sehnsucht. Mario Kern über eierlegende Wollmilchsäue.

Die Pielachtaler Sehnsucht ist eine Geschichte voller Missverständnisse – zumindest, was die Gastronomie angeht: Immer wieder versuchen Gastronomen ihr Glück. Die meisten wittern möglicherweise die Gelegenheit, eine Gastwirtschaft aufzuziehen, die vom Charme des idyllischen Pielachtals und des Badeteichs profitiert. Letzterer hat imagetechnisch vor allem seit der Hecht-Attacke leiden müssen – ein Umstand, der für jeden Wirt denkbar schwer ist.

Trotz alledem fragen sich besorgte Gemeindebürger und Pielachtaler immer wieder, und das zurecht, warum den Sehnsucht-Wirten durchwegs ein vergleichsweise doch frühes Gastro-Ende beschieden ist.

Die Lösung für die Misere wäre ein Wirt, der im Tal anerkannt ist – der sich also nicht mehr von Grund auf behaupten muss. Ein Wirt, der gastronomisch jeden Gusto bedient. Der auf die Bedürfnisse der Gäste wie der Gemeinde eingeht. Ob es so eine sprichwörtliche „eierlegende Wollmilchsau“ gibt, ist eine andere Frage. Zu wünschen wäre es jedenfalls – der Gemeinde, dem Standort und vor allen Dingen den Gästen.