Erstellt am 05. Juli 2016, 05:06

von Nadja Straubinger

Gemeinsames vor Trennendem. Nadja Straubinger über die Wiederholung der Wahl.

Jetzt ist es also gewiss: Zum dritten Mal in diesem Jahr werden wir zu den Wahlurnen gerufen. Der Unmut vieler Wähler ist groß – auch im Pielachtal sind die Menschen wahlmüde.

Angesichts der dokumentierten Schlampereien, ist die Neuauflage allerdings die sauberste Lösung. Dass jetzt in sozialen Medien auch die Wahlbeisitzer heftig aufs Korn genommen werden, ist unfair: In vielen Regionen, beispielsweise auch im Pielachtal, wurde in den Wahllokalen korrekt gearbeitet, die ehrenamtlichen Wahlbeisitzer haben gute Arbeit geleistet. Auch die FP hat ihre Lehren gezogen: In der Stichwahl blieben einige der ihr zustehenden Beisitzer-Plätze unbesetzt, was der FP prompt einiges an Kritik einbrachte. FP-Bezirkschef Erich Königsberger hat für die Wahlneuauflage angekündigt, dass die FP alle ihr zustehenden Plätze besetzen wird.

Für den Wahlkampf selbst muss man hoffen, dass die Neuauflage weniger polarisierend wird als die ersten Versuche. Denn spätestens am Tag nach der Wahl sollte in unserer Gesellschaft wieder das Gemeinsame vor dem Trennenden stehen.