Erstellt am 02. August 2016, 05:55

von Nadja Straubinger

Hilfe ist da, wenn man sie braucht. Nadja Straubinger über Nachbarschaft im Pielachtal.

Starkregen führte in der Vorwoche binnen 48 Stunden gleich zweimal zu Überschwemmungen in der Region. Niederschläge von 100 Liter pro Quadratmeter in einer Nacht, machten Bäche zu Flüssen und ließen den Kanal überlaufen. 40 Wehren mit 550 Leuten waren in Stadt und Bezirk St. Pölten jeweils im Einsatz und zeigten, wie schlagkräftig das Freiwilligenwesen im Notfall sein kann.

Im Zentrum der Unwetter standen das Pielachtal und St. Margarethen. Der finanzielle Schaden ist hoch, auch die menschlichen Schicksale wiegen schwer. Was sich aber in den Tagen der Aufräumarbeiten gezeigt hat: Nicht nur die Feuerwehren standen im Einsatz, auch die Nachbarschaftshilfe lebte auf. Freunde, Bekannte, Asylwerber – alle halfen zusammen, um das Leid der Betroffenen in diesem Moment zu lindern. Es wurde gemeinsam geputzt, Trost gespendet und zur Hilfe aufgerufen. Dabei ist ein Wir-Gefühl entstanden, das längst vergessen schien.

Schön wäre es, wenn sich dieses Gefühl auch ohne Katastrophen für die Zukunft konservieren ließe.