Erstellt am 18. Juli 2017, 05:51

von Nadja Straubinger

Jubiläum für die Lebensader. Nadja Straubinger über 110 Jahre Bergstrecke nach Mariazell.

110 Jahre ist es her, dass der erste Personenzug auf der Mariazellerbahn bis zur Endstation fuhr. Damals stark umjubelt. Schon ein Jahr zuvor nahm der Güterverkehr Fahrt auf. Der war der eigentliche Grund für den Bau der Bahnstrecke – ging es doch vor allem darum, die an Holz, Erz und Kohle reiche Gegend zu erschließen.

Die Mariazellerbahn brachte einen Aufschwung für die ganze Region. Sie schuf Arbeitsplätze, machte eine rasche Elektrifizierung der an ihr gelegenen Orte möglich und brachte zahlungskräftige Sommerfrischler in die Region. Und dann kam die Zeit des Lkw-Verkehrs und damit die Krise der Bahn. Die ÖBB stellten Ende der 90er-Jahre den Güterverkehr auf der Mariazellerbahn ein – die Schließung drohte.

Zum Glück kam es anders, die NÖVOG übernahm die Lebensader des Pielachtals und hauchte ihr neues Leben ein. Zumindest der Personenverkehr wurde gerettet. Der sichert auch heute Arbeitsplätze und bringt 2,6 Millionen Euro an Wertschöpfung pro Jahr. Das Jubiläum der Bergstrecke ist ein schöner Anlass, sich die Bedeutung wieder bewusst zu machen.