Erstellt am 19. Juli 2016, 05:38

von Maria Prchal

Virtuelles in die Realität holen. Maria Prchal über den Spiele-Trend „Pokémon-Go“ im Pielachtal.

Wer bei Pikachu „Gesundheit“ wünscht und bei Glumanda an seine Allergien denkt, hat den neuesten Trend verpasst. „Pokémon Go“ verhilft einem alten Spieletrend zu neuem Leben und Gamingfans zu mehr Bewegung. Doch wo es Neues gibt, sind immer Kritiker und von vielen wird die App als Zeitvergeudung abgetan. Doch „Pokémon Go“ schafft das, was alle immer von den „Nerds“ wollten: Es holt die Leute aus dem Wohnzimmer an die frische Luft. Mit dem Handy vor der Nase werden Taubsis am Kirchberger Skywalk gefangen und Magikarps am Ebersdorfer See.

Damit ist die Kritik schwer nachzuvollziehen. Die vermeintlichen Smartphonezombies bewegen sich, lernen ihre Umgebung besser kennen und knüpfen so neue Kontakte. Wer möchte, dass sein Pokémon schlüpft, muss dafür erst einmal zwei Kilometer laufen und will man sich mit anderen messen, muss man zur nächsten Arena gehen. Somit wurde ein bedeutender Schritt geschafft: Die virtuelle Welt wurde mit der echten verknüpft und ein kompletter Rückzug in Erstere könnte so verhindert werden.