Erstellt am 24. November 2015, 03:38

von Wolfgang Wallner

Schnitt war goldrichtig. Wolfgang Wallner über die Herzogenburger Legionäre.

Große Fußstapfen haben sie nicht hinterlassen in Herzogenburg. Jan Zak, Antal Gömze, Balint Joo und Zsolt Nagy müssen die Stiftstadt nach einer katastrophalen Hinrunde verlassen. Der Schnitt ist ein logischer Schritt. Doch um den Klassenerhalt zu schaffen, wird der „Winterputz“ allein nicht reichen.

Mit vier Legionären im Kader Vorletzter in der 2. Landesliga zu werden – das spricht wahrlich nicht für die Einkaufspolitik der Herzogenburger Führungsriege. Und auch nicht für Mannschaft und Trainer, die sich nach dem Horrorherbst hinterfragen müssen. Oliver Cepera hat in Herzogenburg fraglos eine schwierige Aufgabe übernommen.

Dass er nicht vorzeitig die Flinte ins Korn wirft, spricht für den Coach. Doch an dem, was der älteste NÖ-Klub nach dem Umbruch und mit den neuen (Wunsch-) Spielern fabriziert, wird er sich messen lassen müssen. Der Ligaverbleib ist absolut machbar, eine gewisse Qualität hat Herzogenburg nach wie vor im Kader. Und auf den Achtplatzierten Amaliendorf fehlen in dieser extrem ausgeglichenen Spielklasse nur vier Punkte.

Die 2. Landesliga soll für einen Klub wie Herzogenburg zu stemmen sein. Wenn die Neuen diesmal einschlagen und wenn sich erschreckend leblose Auftritte wie in so mancher Herbstpartie im Frühjahr nicht mehr wiederholen.