Erstellt am 23. Februar 2016, 05:44

von Nadja Straubinger

Steinecker leider keine Ausnahme. Nadja Straubinger über das Ende einer Ära in Kirchberg.

Neuausrichtung. Damit begründet das Modehaus Steinecker die Schließung der Filiale in Kirchberg. Für die Bürger ist das ein herber Verlust. Denn seit den 90er-Jahren ist das Unternehmen unverzichtbarer Nahversorger mit dem größten Bekleidungsgeschäft im Ort.

Ende Juni wird das Geschichte sein. Die Zusicherung, ein Nachfolgegeschäft aus demselben Segment zu suchen, sind ein schwacher Trost. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anbieter wie Steinecker gefunden wird, ist gering. Das weiß auch Bürgermeister Anton Gonaus, der von einem „Abgang, der nur schwer zu verkraften ist“ spricht.

Die Entscheidung von Steinecker passt allerdings in ein Bild, das ländlichen Regionen wie dem Pielachtal zu schaffen macht. Zentralere Lagen mit höherer Frequenz locken mit der Aussicht auf bessere Renditen, Orte wie Kirchberg haben das Nachsehen – das führt dazu, dass das Angebot weiter ausdünnt. Die Möglichkeiten, aus diesem Negativ-Kreislauf auszubrechen, sind begrenzt: Der geplante talweite Wirtschaftszusammenschluss ist aber sicher ein erster wichtiger Schritt.