Erstellt am 09. Februar 2016, 05:23

von Wolfgang Wallner

Tiefstapler mit Titelreife. Wolfgang Wallner über St. Pöltens Chancen im Frühjahr.

So schön der Cup ist: Für die Ambitionen der „Wölfe“ ist das Pappelstadion nur ein Nebenschauplatz. So sehr ein Aufstieg das Selbstvertrauen der St. Pöltner auch pushen würde, was zählt ist die Meisterschaft. Die Chance auf den Bundesliga-Aufstieg ist heuer so groß wie nie.

Trainer Karl Daxbacher mag noch so bemüht sein, die Favoritenrolle weiterzureichen. An den LASK, an Wacker Innsbruck. Fakt ist: Der St. Pöltner Kader muss sich vor jenem der Konkurrenz nicht verstecken. Aus den Möglichkeiten hat man beim SKN das Optimum herausgeholt, ein überaus erfahrenes Aufgebot geformt, in dem jede Position doppelt besetzt ist. Anlass zum Tiefstapeln bieten Namen wie Thürauer oder Segovia, wie Mader, Dober oder Prettenthaler nicht. Die Mehrzahl der Stammkräfte kennt die Bundesliga aus eigener Erfahrung – „aufstiegsreif“ ist diese Truppe allemal. Und mit Daxbacher hat man auch genau jenen Mann auf der Bank, der in St. Pölten für Erfolg steht wie kaum ein anderer. Und der, wie der Herbst gezeigt hat, mit seinem Renommée auch Krisen überstehen kann, die Steiner, Gager & Co. längst den Kopf gekostet hätten.

In „Sir Karls“ Ruhe liegt die St. Pöltner Kraft. Das macht den SKN so stark. Neben all der Qualität, die sich nicht „kleinreden“ lässt.