Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:32

von Nadja Straubinger

Liebe zum Handwerk. Der Pielachtaler Mark Perry und Gregor Semrad reisten durch Österreich, um ein Andenken an Tradition zu schaffen.

Mark Perry und Gregor Semrad präsentieren „Traditionelle Handwerkskunst“ und ihr neues Werk „Alte Handwerkskunst“ am Donnerstag, 15. Oktober, um 18 Uhr in der Galerie Maringer in St. Pölten.  |  NOEN, Gabriele Moser

Es ist bereits das zweite Buch des Pielachtaler Journalisten Mark Perry, das sich der traditionellen Handwerkskunst in Österreich annimmt. Gemeinsam mit Fotograf Gregor Semrad besuchte er die verschiedenen Meister ihres Fachs, um sie im neuen Buch „Traditionelle Handwerkskunst“ vorzustellen.

„Liebe zur Unverwechselbarkeit“

„Ich denke, das Erhalten der Handwerkskunst ist wichtig im Kampf gegen große Konzerne“, erklärt Perry. Um jeden einzelnen der verloren geht, sei es schade, denn bei den Besuchen habe er immer die besondere Liebe der Künstler zu ihren Werkstoffen gespürt. Perrys persönlicher Zugang ist auch die „Liebe zur Unverwechselbarkeit“. Er ist gebürtiger Engländer und sagt selbst: „Die Britischen Inseln sind ein Hort der Traditionen.“

Besonders in Erinnerung geblieben ist Perry Christine Weiner, Buchbinderin im Kloster St. Gabriel in Maria Enzersdorf. „Ich hatte eine alte Luther-Bibel in meinem Haus im Pielachtal, Frau Weiner hat sie mir liebevoll restauriert“, berichtet Perry. Der Journalist, der seit 27 Jahren in Weinburg lebt, hat die Künstler nach Rarität und Gefühl ausgewählt.

Gutes Feedback auf erstes Buch

„Das Feedback auf unser erstes Buch ,Traditionelle Handwerkskunst‘ war sehr gut. Manche nehmen das Buch mit auf Reisen als eine Art Führer“, weiß Perry von den darin porträtierten Handwerkskünstlern. Und der Besuch zahle sich auch aus, denn viele Handwerker finden keine Nachfolger, ihr Beruf könnte aussterben.

Perry und Semrad präsentieren ihre Bücher am Donnerstag, 15. Oktober, um 18 Uhr in der Galerie Maringer in St. Pölten.