Loich

Erstellt am 19. April 2017, 04:16

von Maria Prchal

20 Jahre „Salz in der Suppe“. Die Moststube feiert als eines der ersten Projekte der Regionalplanungsgemeinschaft Jubiläum.

Maria, Martin, Maria und Franz Schweiger kümmern sich zusammen um die Moststube.  |  NOEN, privat

Gleich neben dem Bahnhof Loich liegt einer der beliebtesten Heurigen im Pielachtal: die Moststube der Familie Schweiger. Anfang Mai feiert der Gastrobetrieb entlang des Pielachtal-Radweges bereits sein 20 Jahr-Jubiläum. Damals war er eines der ersten Projekte der Pielachtaler Regionalplanungsgemeinschaft. „So etwas wie die Moststube hatten und haben wir eigentlich sonst nicht“, erzählt Kirchbergs Bürgermeister und damaliger Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Anton Gonaus, „Die Moststube ist ein Geschenk. Kleine Gastronomiebetriebe wie sie sind das Salz in der Suppe im Tal.“

Marktlücke vor 20 Jahren erkannt

Die Idee zur Moststube hatte Franz Schweiger, ehemaliger Vizebürgermeister der Loich: „Ich hab damals eine Marktlücke erkannt. Damals sind zwar viele Mostheurige entstanden, aber wir haben das ganze Jahr offen.“ Nur im Winter hat die Moststube geschlossen, sonst gibt es übers ganze Jahr frische, regionale Jausenspezialitäten. „Brot, Geselchtes, Mehlspeisen oder Most – wir machen alles selber“, ist Schweiger stolz. Das schätzen die Stammkunden sowie die vielen Touristen. Denn die kommen in Scharen: „Fast gleichzeitig, als die Moststube entstanden ist, wurde der Pielachtal-Radweg von Kirchberg in die Loich weitergeführt“, erzählt Gonaus, „Die Moststube wurde schnell als Einkehrort wahnsinnig beliebt.“

Ganze Familie packt mit an

Erst kürzlich kehrten beim Familienausflug der Bäuerinnen hunderte Besucher nachher in den Loicher Heurigen ein. „Wenn nicht die ganze Familie zusammenarbeitet, würde das nie funktionieren“, so Gonaus. Denn in der Moststube gibt es kein Personal, außer die Mitglieder der Familie Schweiger. „Wir sind ein richtiger Familienbetrieb. Mein Wunsch ist, dass es auch in Zukunft so weiter geht“, meint Schweiger, dass sowohl Enkelkinder sowie beide Schwiegertöchter fleißig Hand anlegen.

Das sich in dem ehemaligen Gemischtwarenhandel ein Gastro-Betrieb so etablieren konnte, war aber nicht immer klar: „Manche haben gemeint, das funktioniert nicht mal ein Jahr“, schmunzelt Schweiger. Für die nächsten zwanzig Jahre hofft er, dass die Moststube noch genauso gut angenommen wird, wie bisher.