Erstellt am 18. Juli 2017, 05:42

von Nadja Straubinger

Bergstrecke wird 110 Jahre . 1907 fuhr der erste Personen-Zug von St. Pölten bis Mariazell. Das Jubiläum wird am Sonntag, 23. Juli, im Betriebszentrum Laubenbachmühle gefeiert.

Die Bergstrecke der Mariazellerbahn von Laubenbachmühle bis nach Mariazell fasziniert seit 1907 viele Fahrgäste.  |  NOEN, Gregory

Am 2. Mai 1907 war es soweit: Viele Menschen kamen, um den ersten Zug im Mariazeller Bahnhof zu begrüßen. „Das Interesse war so groß, dass der Bedarf nicht gedeckt werden konnte. Die Beförderungszahl lag damals an Spitzentagen bei 10.000 Menschen“, berichtet NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl.

Mariazellerbahn wichtige Bahnlinie in NÖ

Heute sei die Mariazellerbahn für Pendler, Wallfahrer und Touristen eine der wichtigsten Verbindungen in Niederösterreich. Und sie ist außerdem ein Wirtschaftsfaktor. „Sie schafft Arbeitsplätze und bringt regionale Wertschöpfung von 2,6 Millionen Euro pro Jahr“, so Stindl. Die Eröffnung der Bergstrecke vor 110 Jahren wird am Sonntag, 23. Juli, im Betriebszentrum Laubenbachmühle groß gefeiert.

Die Idee für eine Bahnlinie von St. Pölten bis Mariazell wurde bereits 1850 geboren. Schon damals waren 100.000 Wallfahrer pro Jahr nach Mariazell unterwegs. Aber nicht nur der Tourismus war ein Anreiz für den Bau, hauptsächlich ging es um die Erschließung der Gegend, die reich an Holz sowie Kohle und Erz war.

1895 fiel der Beschluss für den Bau der Stammstrecke von St. Pölten nach Kirchberg. Schon während des Baus erarbeitete Bauleiter Josef Fogowitz Studien zur Weiterführung der Strecke nach Laubenbachmühle und berechnete die Kosten bis nach Mariazell. 1905 fuhr der der erste Zug in Laubenbachmühle ein. Als Herausforderung stellte sich der Gösing-Tunnel heraus. Er ist mit 2.369 Metern der längste Tunnel einer österreichischen Schmalspurbahn.

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